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	<title>fachmedien.net &#187; Standpunkte</title>
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	<description>Informationsportal für die Fachmedienbranche</description>
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		<title>Industrie und Wirtschaft für eine lebenswerte Zukunft mobilisieren</title>
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		<pubDate>Wed, 11 May 2011 08:48:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Iris Schröder-Maiwald</dc:creator>
				<category><![CDATA[Standpunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Top Story]]></category>
		<category><![CDATA[ALTOP Verlag]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit 2005 gibt der Münchner ALTOP-Verlag zusammen mit Partnern wie dem Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V. (B.A.U.M.), Club of Rome und Centre for Sustainability Management das Magazin „forum Nachhaltig Wirtschaften“ heraus. Im Zentrum des viermal jährlich erscheinenden Magazins stehen die Themen Nachhaltigkeit und Unternehmerische Verantwortung in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Fachmedien.net sprach mit der Redakteurin Tina Teucher über Hintergründe, Akzeptanz und die Rolle des Inspirators.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-15842" style="margin: 10px;" title="forum nachhaltig wirtschaften" src="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/05/forum-nachhaltig-wirtschaften.jpg" alt="" width="199" height="99" align="left" />Seit 2005 gibt der Münchner ALTOP-Verlag zusammen mit Partnern wie dem Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V. (B.A.U.M.), Club of Rome und Centre for Sustainability Management das Magazin „<a href="http://www.nachhaltigwirtschaften.net" target="_blank">forum Nachhaltig Wirtschaften</a>“ heraus. Im Zentrum des viermal jährlich erscheinenden Magazins stehen die Themen Nachhaltigkeit und Unternehmerische Verantwortung in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Fachmedien.net sprach mit der Redakteurin Tina Teucher über Hintergründe, Akzeptanz und die Rolle des Inspirators.</p>
<p><em><strong>Frau Teucher, wofür steht das Magazin „forum Nachhaltig Wirtschaften“? Welches Ziel wird verfolgt?</strong></em></p>
<p>Das Ziel ist klar: Es gibt so viele geniale, nachhaltige Alternativen und Lösungen – wir müssen sie nur bekannt machen, kennen und nutzen! Der ALTOP-Verlag präsentiert mit ECO-World, dem alternativen Branchenbuch, seit 25 Jahren grüne Produkte und Dienstleistungen für Endverbraucher. Bio ist nun längst im Supermarkt angekommen, da lag der nächste Schritt nahe: Die enorme Marktmacht und das Innovationspotenzial von Industrie und Wirtschaft für eine lebenswerte Zukunft mobilisieren – indem wir inspirieren, sowie durch Vorbilder und praktische Infos aktivieren.</p>
<p><em><strong>Welche Zielgruppe(n) haben Sie im Visier?</strong></em></p>
<p>Wir sprechen Entscheider aus Wirtschaft, Politik, Medien und Gesellschaft an. Grundsätzlich sind wir ja alle tagtäglich „Entscheider“ – als Bürger durch Wahl und Engagement, als Konsumenten im Supermarkt oder an der Tankstelle, als Akteure in der Arbeitswelt, als Multiplikatoren in unserem Umfeld. Da besonders die Wirtschaft die Macht hat, die notwendigen Veränderungsprozesse für eine nachhaltige Entwicklung einzuleiten, ist unser Magazin schwerpunktmäßig auf B2B ausgelegt. Doch Top-Entscheider sind oft den Fachleuten und deren Spezialwissen ausgeliefert. Was sie brauchen, sind leichte und gut verständliche Infos, um Veränderungsprozesse von den Fachgremien abfordern zu können. Deshalb sprechen wir kein Fachchinesisch, sondern laden die Leser ein, die vielfältigen Chancen nachhaltigen Wirtschaftens und die breiten Zusammenhänge (zum Beispiel die Kette Energie, Autos und IT) zu erkennen. Denn so können system- und branchenübergreifende Lösungen entwickelt werden.</p>
<p><em><strong>Welches Geschäftsmodell verfolgt der Verlag?</strong></em></p>
<p>„Forum“ ist das erste Magazin zu unternehmerischer Verantwortung und CSR, das sich komplett selbst finanziert. Neben einer Abo-Quote von zehn Prozent finanzieren wir uns über Einzelverkäufe am Kiosk, online und auf Messen, sowie hauptsächlich über das Anzeigengeschäft. Darüber hinaus bieten wir Unternehmen, Organisationen und nachhaltig handelnden Akteuren die Möglichkeit, ihre Produkte, Dienstleistungen und Nachhaltigkeitsaktivitäten in Form von Advertorials vorzustellen. Zusätzlich werden wir unterstützt durch Mengen-Abonnements von Firmen und Organisationen.</p>
<p><em><strong>Ist der Markt für ein Magazin mit solch einer Ausrichtung nicht eng geworden? Es gibt ja inzwischen einige Konkurrenzblätter &#8230;</strong></em></p>
<p>Durch die steigende Nachfrage der Konsumenten und Bürger nach grünen und fairen Lösungen steigt auch die Nachfrage der Unternehmens- und Politikentscheider nach Übersicht sowie hilfreichen Tools und Best Practice Beispielen. Wir sind daher der Auffassung, dass das nach alten Wirtschaftsmodellen benannte Prinzip „Konkurrenz“ hier eher den Markt für zukunftsfähige Konzepte, Produkte und Dienstleistungen belebt – und genau das wollen wir ja. Deshalb sehen wir die Medien, die sich mit uns für nachhaltiges Wirtschaften einsetzen, als Wegbegleiter, Partner und Mitstreiter für eine lebenswerte Zukunft.</p>
<p><em><strong>Gerade bei Themen wie Nachhaltigkeit und Unternehmerische Verantwortung steht Qualität ja ganz besonders im Zentrum. Nach welchen Kriterien suchen Sie Ihre Themen und Inhalte aus? Wer sind Ihre Autoren? </strong></em></p>
<p>Durch unsere langjährige Verankerung im Nachhaltigkeitsbereich arbeiten wir mit einem starken Netzwerk an Kooperationspartnern zusammen, mit denen wir gemeinsam spannende, aktuelle Themen besprechen. Unsere Redakteure gehen mit offenen Augen und Ohren durch die Welt, besuchen jährlich mehr als 100 Konferenzen, Messen und Veranstaltungen und entdecken so – immer am Puls der Zeit – teilweise echte Perlen unternehmerischer Verantwortung und nachhaltiger Lösungen.<br />
Da wir uns als „forum“ verstehen, wählen wir unsere Autoren nach entsprechenden Gesichtspunkten: Experten aus den jeweiligen Wissenschaften und Anwendungsgebieten, Menschen mit spannenden Erfahrungen und Ideen, sowie Unternehmer, die das Thema Verantwortung wirklich anpacken. So bildet „forum“ ein breites Spektrum an Erfahrungen, Lebensenergien und Handlungsmöglichkeiten ab.</p>
<p><em><strong>Wie ist das Feedback? Haben Sie das Gefühl oder sogar konkrete Ergebnisbeispiele, dass Sie mit dem Magazin Inspirator sein konnten oder können?</strong></em></p>
<p>Das positive Feedback begegnet uns vor allem auf den zahlreichen Veranstaltungen, deren Medienpartner wir sind. Durch unsere dortige Präsenz konnten wir bereits viele Menschen inspirieren und ihnen ein wirkungsvolles Medium an die Hand geben, das sie in ihre Organisationen, Unternehmen und in ihr Umfeld tragen konnten, um dort als Multiplikator zu wirken. Bestes Beispiel sind die Umwelt- und Nachhaltigkeitsbeauftragten, die uns bestätigen: „Seit ich euer Magazin meinem Vorstand vorgestellt habe, habe ich einen neuen begeisterten und starken Mitstreiter gewonnen. Denn wir finden darin die Leistungen unserer Mitbewerber, bekommen Anregungen durch interessante Beiträge und können hier auch unsere eigenen Best Practice Beispiele vorstellen.“</p>
<p><em><strong>Vor welche Herausforderungen sehen Sie sich in der Zukunft gegenüber? Welche weiteren Ziele haben Sie sich gesteckt?</strong></em></p>
<p>Die Medienwelt entwickelt sich rasant und in verschiedenste Richtungen. Mit dem ALTOP-Verlag waren wir oft technologische Vorreiter – etwa mit dem alternativen Branchenbuch ECO-World, das bereits vor 25 Jahren über eine ausgeklügelte selbst erstellte CRM-Datenbank verwaltet und produziert wurde. Auch im Internet waren wir lange vor anderen Verlagen präsent und entwickelten Web 2.0 Applikationen, bevor diese so genannt wurden. Mit unseren nächsten Schritten wollen wir weiter Innovationskraft zeigen. So nutzen wir jetzt verstärkt das Medium Video und haben mit unseren „99 seconds for the future“ wieder ein sehr attraktives Format am Start. Und wer weiß, vielleicht sieht man „forum“ bald im neuen Gewand an den Kiosken, auf Messen und Veranstaltungen.</p>
<p>Vielen Dank für das Gespräch.</p>
<p><em>von <a href="http://fachmedien.net/author/birgitta-loehr/" target="_blank">Birgitta Loehr<span id="more-15840"></span></a></em></p>
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		<title>Nachhaltigkeit als Wettbewerbsfaktor</title>
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		<pubDate>Wed, 04 May 2011 08:36:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Birgitta Loehr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Standpunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Top Story]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Social Responsibility]]></category>
		<category><![CDATA[CSR]]></category>
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		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[wettbewerbsvorteil]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachhaltiges Bewusstsein wird für immer mehr Menschen wichtig. Und auch für viele Unternehmen ist eine Strategie zu Nachhaltigkeit oder Corporate Social Responsibility (CSR) zum Standard geworden. Längst hat sich herumgesprochen, dass nachhaltiges Bewusstsein eine gewinnbringende Unternehmensphilosophie sein kann. Aber nur wenn sie Bestandteil des Kerngeschäftes ist, wird Nachhaltigkeit zum echten Wettbewerbsvorteil.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/05/2011-05-04_103537.jpg" rel="shadowbox[sbpost-15770];player=img;"><img class="alignleft size-full wp-image-15773" style="margin: 10px;" title="2011-05-04_103537" src="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/05/2011-05-04_103537.jpg" alt="" width="210" height="204" align="left" /></a>Nachhaltiges Bewusstsein wird für immer mehr Menschen wichtig. Und auch für viele Unternehmen ist eine Strategie zu Nachhaltigkeit oder Corporate Social Responsibility (CSR) zum Standard geworden. Längst hat sich herumgesprochen, dass nachhaltiges Bewusstsein eine gewinnbringende Unternehmensphilosophie sein kann. Aber nur wenn sie Bestandteil des Kerngeschäftes ist, wird Nachhaltigkeit zum echten Wettbewerbsvorteil.</p>
<p><strong>Klare Bezüge herstellen</strong></p>
<p>Nachhaltig wirtschaften heißt ökonomisch effizient, ökologisch tragfähig und sozial verantwortlich wirtschaften. Zählen zu den klassischen Unternehmenswerten das Finanz- und Anlagevermögen sowie die Investoren und Kreditgeber, gesellen sich unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit nun nicht nur die Bereiche Umfeld und Umwelt, Kompetenzen und deren Potentiale hinzu. Auch Engagement, strategisch ganzheitliches Handeln, die Marke, das Image und Loyalität kommen hinzu. Ferner werden die Interessen der Kunden, Führungskräfte, Mitarbeiter, Partner und Lieferanten sowie die Gesellschaft mit einbezogen. Allen diesen Gruppen gilt es, die nachhaltig orientierte Strategie deutlich zu machen. Dafür müssen klare Bezüge hinsichtlich Produkten, Dienstleistungen und Prozessen erkennbar sein. Optimal ist, wenn die ganze Lieferkette unter einen nachhaltigen Gesichtspunkt gestellt wird. Das wichtigste ist jedoch, dass das Unternehmen diese Haltung auch lebt. Denn sonst droht es in der Greenwashing-Falle zu landen und von Kunden und Verbrauchern als unglaubwürdig abgestempelt zu werden. Solch einen Vertrauensverlust wieder gutzumachen, ist ein schwieriger und langwieriger Prozess.</p>
<p><strong>Politik der kleinen Schritte</strong></p>
<p>Jüngst erschienene Studien zeigen, dass sich Nachhaltigkeit auszahlt. Von 378 Unternehmen, die im Oktober 2010 im Rahmen der Studie „<a href="http://www.kpmg.de/Themen/20370.htm" target="_blank">Corporate sustainability: A progress report</a>“ von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG gemeinsam mit der Economist Intelligence Unit weltweit befragt wurden, sehen dies 61 Prozent so.<span id="more-15770"></span> 62 Prozent dieser Unternehmen verfügen bereits über eine Nachhaltigkeitsstrategie und ein Viertel von ihnen wollen innerhalb der nächsten fünf Jahre eine solche Strategie umsetzen. „Kurzfristig rentiert sich nachhaltiges Handeln häufig durch Treibstoff- oder Stromersparnis, auf längere Sicht jedoch durch eine Stärkung der Marke, durch gesteigerte Nachfrage oder durch Finanzierungseffekte“, verdeutlicht der Geschäftsführer Peter Ertl von KPMG Österreich. Für ihn ist der Nachhaltigkeits-Gedanke immer eine &#8220;Politik der kleinen Schritte&#8221;, die auch durch den Druck seitens des Konsumenten vorangetrieben werde. Eine Bremse stelle meist das erforderliche Budget dar. &#8220;Manche Vorteile wie etwa Energieeinsparungen ergeben sich zwar sofort, viele der nachhaltigen Änderungen erfordern jedoch hohe Initialkosten &#8211; etwa Mitarbeiter-Ausbildungen oder ökologische Bürogebäude&#8221;, betont er.</p>
<p><strong>Imagesteigerung und Umweltgedanke als Motiv</strong></p>
<p>Nachhaltige Gestaltung von Büroumgebungen ist ebenso ein wichtiger Faktor, wie die Studie „Green Office“ des Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation <a href="http://www.iao.fraunhofer.de" target="_blank">IAO</a> vom April 2011 verdeutlicht. Für die im Rahmen des Verbundforschungsprojektes Office 21 erstellte Studie wurden von Mai bis Oktober 2009 über 250 deutschsprachige Unternehmen und Organisationen zum Thema befragt. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass das Thema Nachhaltigkeit grundsätzlich einen hohen Stellenwert besitzt. Und dies hinsichtlich der ökologischen Orientierung, der Produkte und Dienstleistungen, aber eben auch für den Aspekt einer ökologisch nachhaltigen Gestaltung von Büroumgebungen. Als wesentliche Motive für die Einführung von nachhaltigen Maßnahmen gaben 84 Prozent die erwartete Steigerung des Images an, 81 Prozent wollten einen Beitrag zur Schonung der Umwelt leisten und 73 Prozent sahen Kosteneinsparungen.</p>
<p>Als echte Hindernisse für die Einführung ökologisch nachhaltiger Maßnamen im Büro werden eine Unsicherheit über den Investitionsaufwand sowie mangelndes Know-how in der Entwicklung ökologisch nachhaltiger Lösungen angegeben. Allerdings geben etwa 90 Prozent der Befragten, die sich in einer Leitungsfunktion befinden, an, bereit zu sein für nachhaltige Lösungen und Produkte mehr zu investieren. Bei 27 Prozent von ihnen  dürfen die Investitionskosten für nachhaltige Maßnahmen bis zu 10 Prozent höher sein als die Kosten für konventionelle Maßnahmen.</p>
<p>Um ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltige Dienstleistungen geht es in der jetzt angelaufenen Studie „Green Services“ des Fraunhofer IAO, bei der sich die Wissenschaftler zunächst auf technische Dienstleister begrenzen. Hierbei geht es darum, Geschäftsmodelle herauszufinden, die sich für solche Dienstleistungen anbieten. Konzepte dafür wären Elektromobilität, Energiespardienstleistungen und &#8220;Green IT&#8221;, aber auch eine langfristige Nutzung von Produkten und Technologien, also etwa eine Verlängerung der Lebenszyklen von Maschinen und Anlagen oder deren Ersatz ist Teil von nachhaltigem Verhalten.</p>
<p>von <em><a href="http://fachmedien.net/author/birgitta-loehr/">Birgitta Loehr</a></em></p>
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		<title>m2 MedienMittwoch: Mediales Netzwerk</title>
		<link>http://fachmedien.net/2011/04/m2-medienmittwoch-mediales-netzwerk/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Apr 2011 08:55:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Iris Schröder-Maiwald</dc:creator>
				<category><![CDATA[Standpunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Top Story]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Austausch über Themen und Ansichten sowie das Vernetzen mit Gleichgesinnten sind wichtige Aspekte des Berufslebens. Branchentreffs bieten dies alles zusammen und helfen zudem, den Standort zu profilieren. Seit knapp 10 Jahren verfolgt der „m² MedienMittwoch“ im Rhein-Maingebiet sehr erfolgreich dieses Konzept für die Medienbranche. Fachmedien.net sprach mit einem der Gründer, dem Medienmann Wolfgang Borgfeld.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/04/m2-medienmittwoch.jpg" rel="shadowbox[sbpost-15644];player=img;"><img class="alignleft size-full wp-image-15647" style="margin: 10px;" title="m2 medienmittwoch" src="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/04/m2-medienmittwoch.jpg" alt="" width="200" height="175" align="left" /></a>Der Austausch über Themen und Ansichten sowie das Vernetzen mit Gleichgesinnten sind wichtige Aspekte des Berufslebens. Branchentreffs bieten dies alles zusammen und helfen zudem, den Standort zu profilieren. Seit knapp 10 Jahren verfolgt der „<a href="http://www.medienmittwoch.de" target="_blank">m² MedienMittwoch</a>“ im Rhein-Maingebiet sehr erfolgreich dieses Konzept für die Medienbranche. Fachmedien.net sprach mit einem der Gründer, dem Medienmann Wolfgang Borgfeld.</p>
<p><em><strong>Herr Borgfeld, was genau verbirgt sich hinter dem „m2“?</strong></em></p>
<p>„m2“ steht für MedienMittwoch und ist eine Plattform zur kontinuierlichen Information und zum Gedankenaustausch über Medienthemen. Am zweiten Mittwoch eines jeden Monats werden im Rahmen der Veranstaltungsreihe „m² MedienMittwoch“ Referate und Vorträge zu Medienthemen gehalten oder Podiumsdiskussionen durchgeführt. Im Anschluss daran gibt es die Möglichkeit zum informellen Kennen lernen sowie zum Austausch.</p>
<p><em><strong>&#8230; für welche Zielgruppe?</strong></em></p>
<p>Wir wollen die Medienbranche in der Region Frankfurt und Rhein-Main zusammenbringen und dazu die hier arbeitenden medieninteressierten Menschen. Das sind Journalisten, Agenturleute, Kreative, Filmschaffende, aber genauso medienaffine Banker, Unternehmer und so weiter. Wir haben 7000 Adressen im Verteiler. Wer am MedienMittwoch teilnehmen möchte, muss sich zunächst über unsere Website registrieren und sich dann anmelden. Unsere Veranstaltungen machen wir inzwischen nur, wenn die Örtlichkeit mindestens 200 Menschen Platz bietet. Zu manchen Veranstaltungen kommen bis zu 400 Gäste, 2005 waren es im Businessbereich der Commerzbank-Arena sogar 700.</p>
<p><em><strong>&#8230; und welche Themen erlebt man dort beispielsweise? </strong></em></p>
<p>Wir nutzen den Begriff „Medien“ relativ breit, das Spektrum ist groß: Die Themen reichen von Finanzfragen über die Livemusikszene und Games, von CSR und Cloud Computing bis hin zu Mediation und  Postproduktion.</p>
<p><em><strong>Was hat Sie auf die Idee zu diesem Branchentreff gebracht? Und was war der Anreiz für die Organisatoren, so etwas unentgeltlich zu stemmen? </strong></em></p>
<p>Da war zuerst einmal immer dieses Jammern über den Standort Frankfurt und die Nichtbeachtung dessen, was es alles im Medienbereich gab. Wir wollten zeigen, was Frankfurt und die Rhein-Main-Region so alles zu bieten hat und wie gut die Arbeits- und Lebensqualität hier ist. Wir wollten das Selbstbewusstsein des Standorts stärken. Im Lauf der Zeit haben wir hier und da auch unseren Kunden ein Forum gegeben, uns selbst inszenieren wollten wir nie. Wir übernehmen ab und an mal selbst die Moderation. Wir bringen Themen ein, die uns interessieren, die wir selbst verfolgen. Aber uns ist es ganz wichtig, dass die Veranstaltung stimmig und authentisch ist. Und das würden wir nicht erreichen, wenn wir uns da permanent selbst darstellen würden.</p>
<p><em><strong>Mittlerweile sind Sie aber nicht mehr nur am Standort Frankfurt unterwegs? </strong></em></p>
<p>Unsere Veranstaltungen finden ja immer an wechselnden Orten statt. Wir haben von Anfang an in die Region gedacht und waren mit dem MedienMiittwoch zwischen Hanau und Oestrich Winkel, Darmstadt und Bad Homburg unterwegs. In den letzten Jahren sind wir wieder sehr Frankfurt-bezogen geworden, aber in diesem Jahr werden wir Veranstaltungen in Oberursel und Bad Homburg haben, vielleicht auch in Darmstadt.</p>
<p><em><strong>Wer sind die Macher? </strong></em></p>
<p>Wir sind inzwischen 10 Leute im Organisationsteam, die alle aus der Medienbranche kommen. Gegründet haben wir uns Ende 2001 mit Robert Breithaupt, Tobias Kirchhofer, Harald Metz, Matthias Müller, Fabian Schiffer, Manuela Schiffner, Joerg Weber, Torsten Waack und mir. Im Januar 2012 können wir unser 10jähriges Jubiläum feiern.</p>
<p><em><strong>Wie sieht das Konzept aus?</strong></em></p>
<p>Wir bieten ein Forum, in dem Medienfragen thematisiert und erörtert werden. Medienspezialisten sollen sich untereinander kennen lernen und enger verknüpfen, sich austauschen. Wir wollen so dazu beitragen, den Standort Frankfurt/Rhein-Main zu profilieren.</p>
<p>Unsere Veranstaltungen sind für die Besucher kostenlos, sie müssen sich lediglich anmelden. Wir haben angesichts unseres knappen Budgets nicht die Möglichkeit, Spezialisten gänzlich Neues zu vermitteln. Wir können hingegen immer sehr gut einen Überblick über ein Thema geben. Jeder kann somit bei einer Veranstaltung den Stand der Diskussion eines Themas und seine eigene Position überprüfen. Viel mehr ist bislang nicht zu leisten. Die Referenten bekommen keine Honorare. Und Vorträge, die wirklich oder vermeintlich Neues beinhalten, hört man sonst auf Kongressen mit Tagespreisen von 400 Euro und mehr. Referenten wollen für ihre Vorträge in der Regel bezahlt werden. Wir haben aber kein Budget, um regelmäßig Vorträge anbieten zu können. Manchmal klappt es aber doch, in diesem Jahr hatten wir bereits einen zum Thema Cloud Computing und haben noch zwei weitere im Programm.</p>
<p><em><strong>Woher kommen die Referenten? </strong></em></p>
<p>Unsere Referenten bekommen wir über eigene Recherchen, finden sie in unserem Netzwerk oder sie werden uns vorgeschlagen. Und die Referenten machen das in der Regel kostenlos, weil sie die Qualität unserer Veranstaltung gut finden oder weil sie die Möglichkeit sehen, ihr Thema zu platzieren und es zu diskutieren. Bei Podiumsrunden verstehen die Diskutanten ihre Teilnahme als Teil ihrer professionellen Arbeit &#8211; in der Regel vertreten sie ja Unternehmen und Institutionen.</p>
<p><em><strong>Wie kommt das Ganze an? Welches Feedback bekommen Sie?</strong></em></p>
<p>Das Feedback ist von denjenigen, die uns kennen, sehr gut. Wir haben eine wirklich gute Resonanz, es interessieren sich immer um die 200 Personen für unsere Themen. Wir bekommen wenig konkretes Feedback, ab und an mal Blog-Kommentare. Wir sehen das so: Wenn sich keiner nach der Veranstaltung meldet, dann war sie gut. Wenn einer lobt, war sie besonders gut. Wenn einer meckert, dann war sie sicher nicht schlecht, hat aber wenigstens polarisiert.</p>
<p>Unser echtes Defizit liegt in der öffentlichen Wahrnehmung. Und da vor allem in der Politik. Viele Entscheider in den Gremien kennen uns noch nicht. Das dies so ist, ist bei uns ein Kapazitätsproblem. Wir haben einfach nicht die Zeit zusätzlich intensiv Dialogkommunikation zu betreiben und Themen jenseits des Versands von Einladungen persönlich den Journalisten anzutragen. In unserem Verteiler sind viele Journalisten. Doch die sind wohl eher nur ganz individuell interessiert.</p>
<p><em><strong>Wie finanzieren Sie den MedienMittwoch?</strong></em></p>
<p>Ja, ganz ohne Geld geht das Ganze nicht. Die Leute haben Erwartungen an unsere Veranstaltungen, ob sie nun Eintritt bezahlen oder nicht. Und auch wir als Organisatoren haben natürlich Ansprüche, die wir erfüllen wollen. Wir wollen beispielsweise eine vernünftige Veranstaltungstechnik haben und Namensschilder ausgeben, damit gutes Networking auf Augenhöhe stattfinden kann.</p>
<p>Wir sind eine treuhändische Stiftung und versuchen Zustiftungen zu erhalten. Operativ ist es so, dass wir von Hessen-IT, also der Hessen-Agentur, im Jahr 5000 Euro bekommen &#8211; das ist unser Budget. Dann sind wir auf Sponsoren angewiesen. Die wichtigsten dabei sind diejenigen, welche die Location zur Verfügung stellen. Die IHK Frankfurt, die Berger-Kinos von Harald Metz und das Museum für Kommunikation haben wir bislang am häufigsten nutzen können. Sponsoren wie Hassia-Elisabethen und Nespresso sind für das Networking enorm wichtig. Und wir machen auch Veranstaltungen mit Partnern, zuletzt beispielsweise mit der ComDirect. Da können wir dann unser Stiftungskapital vergrößern.</p>
<p><em><strong>Was haben Sie noch alles vor? Was sind weitere Ziele?</strong></em></p>
<p>Mit unseren 12 Veranstaltungen pro Jahr sind wir gut ausgelastet. Die werden auch weiterhin am zweiten Mittwoch eines Monats stattfinden. Darüber hinaus kooperieren wir hier und da mit anderen, wenn das Thema stimmt. Für den Herbst planen wir beispielsweise mit dem DVPT (Deutscher Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation e.V., Offenbach) im Rahmen der Woche der Kommunikation eine Veranstaltung zum Thema „Medienerziehung und –kompetenz“.</p>
<p>Wir haben selbst sehr viele Ideen, aber wir verschließen uns nicht Ideen anderer oder Anregungen von außen! Da freuen wir uns immer über Vorschläge. Der MedienMittwoch im Mai zum Thema „Recht und Kommunikation“ ist beispielsweise von außen an uns herangetragen worden.</p>
<p>Wir freuen uns auch, wenn wir über unseren Blog Resonanz erhalten. Wir haben nicht immer die Kapazität, unsere Events zu dokumentieren, da hätten wir gerne Unterstützung. Und wenn es sich ergibt, lassen wir die Veranstaltungen aufzeichnen, die dann nochmals auf unserer Website angesehen werden können. Wer nicht kommen konnte, kann sich so auch informieren. Was wir uns wirklich sehr wünschen, wäre einfach mehr Feedback. Wenn uns spannende Vorschläge erreichen, würden wir gerne versuchen, diese umzusetzen.</p>
<p><em><strong>Vielen Dank und weiterhin viele gute Ideen!</strong></em></p>
<p>von <em><a href="http://fachmedien.net/author/birgitta-loehr/" target="_blank">Birgitta Loehr</a><span id="more-15644"></span></em></p>
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		</item>
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		<title>&#8220;Als Inspirationsquelle dienen&#8221; &#8211; Fragen zum Virenschleuder-Preis</title>
		<link>http://fachmedien.net/2011/04/als-inspirationsquelle-dienen-fragen-zum-virenschleuder-preis/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 10:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephan Orgel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Standpunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Top Story]]></category>
		<category><![CDATA[buchbranche]]></category>
		<category><![CDATA[carsten raimann]]></category>
		<category><![CDATA[leander wattig]]></category>
		<category><![CDATA[marketing-maßnahmen]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[virenschleuder-preis]]></category>

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		<description><![CDATA[fachmedien.net sprach mit Leander Wattig, der zusammen mit Carsten Raimann die erfolgreichsten Marketing-Maßnahmen der Buchbranche im Social Web sucht. Der Preis für die ansteckendste "Virenschleuder" wird 2011 zum ersten Mal verliehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft" style="margin: 10px;" src="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/04/2011-04-12_115417.jpg" alt="2011-04-12 115417" hspace="10" vspace="10" width="210" height="200" align="left" /></strong></p>
<p>fachmedien.net sprach mit Leander Wattig, der zusammen mit Carsten Raimann die erfolgreichsten Marketing-Maßnahmen der Buchbranche im Social Web sucht. Der Preis für die ansteckendste &#8220;Virenschleuder&#8221; wird 2011 zum ersten Mal  verliehen.</p>
<p><strong>Erklären Sie uns doch bitte kurz: Was ist das Ziel des Virenschleuder-Preises?</strong></p>
<p>Wir suchen mit dem Virenschleuder-Preis die erfolgreichsten Marketing-Maßnahmen der Buchbranche im Social Web. Diese wollen wir auszeichnen. Der Preis richtet sich an drei Gruppen: 1. Verlage, 2. Buchhandlungen und 3. andere Buchschaffende (Dienstleister, Lektoren, Autoren etc.). Sie alle können ihre erfolgreichen Social-Media-Maßnahmen präsentieren und bewerten lassen. Der Virenschleuder-Preis wird daher in drei Kategorien verliehen. Im Kern geht es aber nicht primär um eine Preisvergabe. Wir wollen vor allem sichtbar machen, welche Art von Marketing-Maßnahmen in der Buchbranche mit Erfolg umgesetzt werden, damit sie anderen Unternehmen als Inspirationsquelle dienen können. Daher veröffentlichen wir auch alle Einreichungen auf der Website <a href="http://virenschleuderpreis.de" target="_blank">virenschleuderpreis.de</a>. Schließlich geht es 2011 nicht mehr darum, verstehen zu müssen, dass das Social Web wichtig ist, sondern wie man es als Unternehmen für seine Ziele konkret nutzen kann. &#8211; <strong>Noch bis zum 25.04.2011</strong> können Marketing-Maßnahmen ganz einfach <a href="http://virenschleuderpreis.de/mitmachen" target="_blank">über das Formular auf dieser Seite</a> nominiert werden.</p>
<p><strong>Wie sind Sie auf die Idee gekommen und woher kommt der Name?</strong></p>
<p>Letztes Jahr habe ich zusammen mit der HTWK Leipzig <a href="http://wasmitbuechern.de/index.php/ringvorlesung-medienunternehmen-in-sozialen-netzwerken/" target="_blank">eine Ringvorlesung</a> organisiert, deren Eröffnungssprecher der <a href="http://wasmitbuechern.de/index.php/ringvorlesung-medienunternehmen-in-sozialen-netzwerken/#paragraph1" target="_blank">Terzio-Verleger Ralph Möllers</a> war. Er sprach darüber, wie sein Verlag die sozialen Netzwerke nutzt und wer sich im Verlag um diese Themen kümmert. Die zuständige Mitarbeiterin, <a href="http://www.terzio.de/kontakt-details/contact/presse-pr-veranstaltungen-lesungen.html" target="_blank">Melanie Buschkühl</a>, bezeichnet sich selbst ironisch als Virenschleuder. Das haben wir aufgegriffen für unseren Preis. Das Social Web lebt schließlich von der viralen Verbreitung von Inhalten. Nur wer es schafft, dass andere die eigene Botschaft freiwillig verbreiten, kann Reichweite aufbauen. &#8211; Wir haben Melanie Buschkühl zudem einfach mal gefragt, was aus ihrer Sicht eine gute &#8220;Virenschleuder&#8221; ausmacht: <a href="http://virenschleuderpreis.de/post/3852368971/eine-virenschleuder-fiebert-fuer-ihr-thema" target="_blank">ihre Antworten</a></p>
<p><strong>Wer sind die Initiatoren?</strong></p>
<p>Der Preis ist eine Initiative von <a href="http://virenschleuderpreis.de/team" target="_blank">Carsten Raimann</a> (<a href="http://booksbrains.wordpress.com/" target="_blank">Books &amp; Brains</a>) und <a href="http://leanderwattig.de" target="_blank">mir</a>. Wir hatten passenderweise zum ersten Mal über die sozialen Netzwerke Kontakt miteinander und wollten schon lange ein gemeinsames Projekt auf die Beine stellen. So kam am Ende die Idee des Virenschleuder-Preises zustande, die bei mir zudem nahtlos an eines meiner anderen Projekte, <a href="http://wasmitbuechern.de/" target="_blank">Ich mach was mit Büchern</a>, anknüpft. Beide Projekte sollen dazu dienen, die Buchbranche noch besser miteinander zu vernetzen. Denn passend zum Social Web geht es ja heute darum, weniger in Konkurrenz-Situationen und mehr in Kooperationen und Win-Win-Verhältnissen zu denken.</p>
<p><strong>&#8220;Social Web&#8221;  ist ein etwas unklarer Begriff. Was zählt für Sie dazu?</strong></p>
<p>Für mich persönlich sind Begriffe wie &#8220;Social Media&#8221; und &#8220;Social Web&#8221; Begriffe des Überganges, die uns den Wandel zu begreifen helfen. Letztlich bietet das Internet per se die interaktiven und die Kommunikationsmöglichkeiten, welche wir nun einfach zunehmend nutzen. Weil die daraus neu entstehenden Formen des Austausches vielen von uns erst einmal fremd erscheinen, werde solche Begriffe erfunden. Das ist verständlich, birgt aber auch Nachteile, weil dadurch auch neue Schubladen aufgemacht werden. Technisch gesehen gibt es heute beispielsweise zwischen Blogs und anderen Websites häufig keinen Unterschied. Die Frage ist eher, wie wir die Technik mit Leben füllen. Wie Unternehmen das tun, wollen wir mit unserem Preis zeigen.</p>
<p><strong><span id="more-15576"></span></strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><strong>Wie messen Sie den Erfolg der eingereichten Maßnahmen?</strong></p>
<p>Es wird drei Sieger geben, die am 7. Mai 2011 auf dem <a href="http://www.boersenverein.de/buchcamp" target="_blank">BuchCamp</a> in Frankfurt von uns verkündet werden: je einen in den Kategorien <em>Verlage</em>, <em>Buchhandlungen</em> und <em>andere Akteure der Buchbranche</em>. Diese werden nach zwei gleichwertigen Kriterien ausgewählt: 1. Effizienz &#8211; Wer eine Marketing-Maßnahme einreicht, soll sich dazu äußern, warum die Maßnahme aus seiner Sicht erfolgreich war und wie sich das in Zahlen darstellen lässt. Hier gilt es uns zu überzeugen, dass die genannten Ziele tatsächlich auf effiziente Weise (Input vs. Output) erreicht worden sind. 2. Beliebtheit &#8211; Jede eingereichte Maßnahme (außer Spam) wird in Form eines Blogbeitrags auf virenschleuderpreis.de veröffentlicht. Unter jedem Beitrag können die Leser wiederum &#8220;Gefällt mir&#8221; drücken kann. Als besonders beliebte Maßnahmen betrachten wir jene, die besonders viele &#8220;Likes&#8221; bekommen haben. Am Ende werden wir die Sieger danach auswählen, welche der eingereichten Maßnahmen in den drei Kategorien die beiden Kriterien besonders eindrucksvoll erfüllen. Die Kriterien gewichten wir dabei gleich stark. Natürlich sind wir nicht vollkommen objektiv. Wir werden uns aber sehr bemühen, die Auswahl maximal transparent und nachvollziehbar zu gestalten.</p>
<p><strong>Glauben Sie, die Buchbranche ist im Social Web schon angekommen?</strong></p>
<p>Ich berate ja seit über drei Jahren Unternehmen der Buchbranche auf dem Themenfeld des Marketing im Social Web. Während den Unternehmen vor ein paar Jahren viele Gesichtspunkte des Social Web noch als sehr exotisch oder Spielerei erschienen, werden die neuen Möglichkeiten mittlerweile sehr ernst genommen. Zudem lässt der Hype nach und weicht einer Nüchternheit der Betrachtung, bei der gefragt wird, wie die Instrumente des Social Web für die Unternehmensziele ganz konkret genutzt werden können. Ich empfinde diese Entwicklung als sehr positiv und versuche sie daher mit meinen eigenen Projekten wie dem Virenschleuder-Preis zu unterstützen.</p>
<p><strong>Wie ist die bisherige Resonanz zur Aktion?</strong></p>
<p>Die Resonanz ist sehr gut. Nach zwei Wochen haben wir schon zahlreiche Einreichungen von Verlagen, Buchhandlungen, Autoren, Buchbindern, Internet-Unternehmen und vielen anderen. Marketing-Maßnahmen nominiert haben u.a. schon der <a href="http://virenschleuderpreis.de/post/3762463204/eichborn-verlag-das-wappentier-fliege-als-lebendiger" target="_blank">Eichborn Verlag</a>, <a href="http://virenschleuderpreis.de/post/4342701682/audible-mitarbeiter-hoerspiel-ohrdebil-krise-unterm" target="_blank">Audible</a> der <a href="http://virenschleuderpreis.de/post/4211570884/verlag-eugen-ulmer-blogparade-auf-dem-blog" target="_blank">Ulmer Verlag</a>, <a href="http://virenschleuderpreis.de/post/4169205659/gestalten-tv-plattform-fuer-den-video-content-des" target="_blank">Gestalten</a> und der <a href="http://virenschleuderpreis.de/post/4255009663/frechverlag-facebook-seite-mitstrickzentrale-als" target="_blank">frechverlag</a>. Viele weitere Nominierungen sind angekündigt.</p>
<p><strong>Und haben Sie schon Pläne, wie es weitergeht?</strong></p>
<p>Wir werden den Virenschleuder-Preis auf jeden Fall fortführen. Es wird also auch im nächsten Jahr eine Preisverleihung geben. Natürlich werden wir das Projekt auch konzeptionell weiterentwickeln. Denkbar wäre auch die Beteiligung von Kooperationspartnern und Sponsoren. Eventuell werden wir den Virenschleuder-Preis zudem über die Buchbranche hinaus erweitern. Wir sind bei alledem offen für Vorschläge und für das Feedback der Teilnehmer. Schließlich soll es am Ende ja vor allem darum gehen, dass für möglichst viele Leute ein Mehrwert geschaffen wird.</p>
<p><strong>Mehr Informationen und Infos zur Teilnahme:</strong> <a href="http://virenschleuderpreis.de" target="_blank"><strong>http://virenschleuderpreis.de</strong></a></p>
<p>von <a href="http://fachmedien.net/author/orgel/" target="_blank"><em>Stephan Orgel</em></a></p>
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		<title>Online mit „existenzielle“– Wirtschaftsmagazin für Frauen</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Apr 2011 06:47:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Birgitta Loehr</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Top Story]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Wirtschaftsmagazin nur für Frauen - Gibt es das auf dem deutschen Markt überhaupt? Und gibt es überhaupt einen Markt für ein solches Magazin? Bei unseren Recherchen sind wir auf das einzige Online-Magazin seiner Art gestoßen, auf ein Portal für Frauen aus der Wirtschaft namens „existenzielle“. „existenzielle“ ging im Jahr 2000 in Nordrhein-Westfalen als regionale Printausgabe an den Start. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-15186" style="margin: 10px;" title="existenzielle" src="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/04/existenzielle.jpg" alt="" width="200" height="196" align="left" />Ein Wirtschaftsmagazin nur für Frauen &#8211; Gibt es das auf dem deutschen Markt überhaupt? Und gibt es überhaupt einen Markt für ein solches Magazin? Bei unseren Recherchen sind wir auf das einzige Online-Magazin seiner Art gestoßen, auf ein Portal für Frauen aus der Wirtschaft namens „<a href="http://www.existenzielle.de" target="_blank">existenzielle</a>“. „existenzielle“ ging im Jahr 2000 in Nordrhein-Westfalen als regionale Printausgabe an den Start. Fünf Jahre später beschlossen die Herausgeberinnen das Projekt einzustellen, doch die damalige Chefredakteurin Andrea Blome übernahm das Blatt und brachte es überregional an die Kioske. Im März 2009 stellte sie die Printausgabe aber aus wirtschaftlichen Gründen wieder ein. Doch aufgeben kam nicht in Frage. Bereits ab September 2009 startete das Magazin als Online-Portal noch einmal durch. Birgitta Loehr sprach mit der Herausgeberin Andrea Blome über Hintergründe, Einsichten und die Zielgruppe.</p>
<p><em><strong>Frau Blome, ein Wirtschaftsmagazin nur für Frauen herauszugeben, war im Jahr 2000 bestimmt innovativ. Elf Jahre später immer noch dieses Konzept zu verfolgen, ist wohl immer noch innovativ, denn Konkurrenz ist weiterhin nicht in Sicht.</strong></em></p>
<p>„existenzielle“ ist das Magazin für weibliche Stimmen in der Wirtschaft, für Unternehmerinnen-Kultur, für das Potenzial kleiner Unternehmen und die Fantasie der freiberuflich Selbstständigen. Für all diese gibt es im Wirtschaftsblätterwald noch immer wenig Öffentlichkeit.</p>
<p>„existenzielle“ war von Anfang an ein Magazin für Unternehmerinnen, Gründerinnen und Frauen in der Wirtschaft. Unser Schwerpunkt sind die selbstständigen Frauen und unser Ziel ist eine andere Öffentlichkeit für Frauen in der Wirtschaft. Wir machen eine authentische Berichterstattung über und für Unternehmerinnen und das bedeutet: selbstständige Frauen in ihrer Vielfalt ernst zu nehmen, also als Inhaberinnen großer, aber vor allem auch kleiner und mittlerer Unternehmen, und über Erfolge ebenso zu berichten wie über Krisen und den Unternehmerinnenalltag. „existenzielle“ will den so genannten Kleinunternehmerinnen zu einer anderen Wahrnehmung verhelfen. In der traditionellen Berichterstattung findet nämlich kaum Erwähnung, dass 90 Prozent aller Unternehmen in Deutschland weniger als 10 Beschäftigte und fast die Hälfte davon gar keine Angestellten haben. Wenn Frauen eine Einzelfirma gründen, geht es nicht nur um individuelle Zufriedenheit. Das sind keine Hobby-Geschäfte. Sie schaffen Arbeitsplätze, zuerst für sich – das ist ein ganz entscheidender Schritt.</p>
<p><em><strong>Gelingt es denn dieses Bild zu vermitteln und damit auch einen Markt für ein Wirtschaftsmagazin speziell für Frauen zu erhalten?</strong></em></p>
<p>So lange die Wirtschaftsseiten in Magazinen und Zeitungen kaum Frauen in der Wirtschaft und in all seinen Facetten zeigen, solange Frauenmagazine Wirtschaftsthemen nur als Randerscheinungen betrachten, solange macht ein Wirtschaftsmagazin für Frauen Sinn. Es geht darum, Unternehmerinnenkultur sichtbar zu machen. Auch, weil junge Frauen andere Vorbilder brauchen – gerade wenn es um die Wirtschaft geht.</p>
<p>Unternehmerinnen als Wirtschaftsfaktor sichtbar zu machen und ernst zu nehmen, das ist unser Beitrag zur Profilierung einer Unternehmerinnenkultur. Dabei geht es auch in „existenzielle“ nicht darum, Weiblichkeit zum Erfolgsfaktor zu erklären, so als seien die von Frauen geführten Unternehmen die besseren, nachhaltigeren oder erfolgreicheren. Nein, unser Anliegen ist es, zu zeigen, was Unternehmerinnen tun und wie sie es tun.</p>
<p><em><strong>Honorieren das die Frauen, fühlen sie sich richtig wiedergegeben?</strong></em></p>
<p>„existenzielle“-Leserinnen haben es immer geschätzt, dass „ganz normale“ Frauen Protagonistinnen unserer Berichterstattung sind. Gerade das sorgte immer für eine hohe Leserinnen-Blatt-Bindung. Sie entdecken mit uns Frauen, die ihnen die traditionellen Medien oft vorenthalten – auch, weil sie ihren stereotypen Bildern von erfolgreichen Wirtschaftsfrauen nicht entsprechen.</p>
<p><em><strong>Welche Vorstellungen hat „existenzielle“ von erfolgreichen Wirtschaftsfrauen?</strong></em></p>
<p>Es gibt nicht die Frau in der Wirtschaft oder die Unternehmerin. Die stereotypen Bilder der toughen Business-Frauen, die in vielen Medien immer noch das Bild bestimmen, haben mit der Realität nicht viel zu tun. Unternehmerinnenkultur zu zeigen, heißt Vielfalt zeigen. Frauen sind in allen Branchen zu Hause, sie sind Handwerkerinnen oder Beraterinnen, Dienstleisterinnen oder Händlerinnen, sie führen kleine oder große Unternehmen, sie sind Arbeitgeberinnen, haben Kinder oder keine. Was ihnen vielleicht gemeinsam ist – und wie wir es in den vergangenen Jahren beobachtet haben: Frauen tun ihre Arbeit mit einer hohen Wertorientierung und sie definieren Erfolg mehrdimensional. Und: Selbstständige Frauen sind oft Erfinderinnen. Sie schaffen sich neue Tätigkeitsfelder, die ihren vielfältigen Kompetenzen entsprechen.</p>
<p><em><strong>Seit September 2009 besteht „existenzielle“ nun nur noch als Online-Portal. Die Printausgabe, die neun Jahre lang auf dem Markt war, wurde im März 2009 eingestellt. Was waren die Beweggründe?</strong></em></p>
<p>Das waren wirtschaftliche Gründe. Wir konnten mit unserer Auflage im Anzeigengeschäft nicht die Umsätze erzielen, die wir benötigt hätten. Und wir konnten die Content- und Vertriebskooperationen mit Netzwerken nicht wie geplant realisieren. Denn der Grundstein unseres Konzeptes waren eigentlich Kooperationen. Die leider so nicht funktioniert haben. Wir hatten eine gute Kooperation mit dem Bundesverband der Frau in Business und Management (B.F.B.M.), dessen Verbandsorgan, das die interne Kommunikation und Berichterstattung über den Verband zum Inhalt hatte, „existenzielle“ beigelegt wurde, die wiederum das Gesichtsfeld um externe Themen erweiterte. Durch diese breite Information wurde eine hohe Bindung erreicht. Aber leider funktionierte dieses Modell nicht mit anderen Verbänden und so mussten wir schließlich die Printausgabe aufgeben.</p>
<p>Doch „existenzielle“ sollte als Online-Portal weiterleben. Das war meine Überzeugung und eine wichtige Entscheidung. Ich wollte die Marke „existenzielle“ nicht Geschichte sein lassen und einfach vom Markt verschwinden lassen, sondern ich wollte die Zielgruppe weiter bedienen. Denn ich war und bin überzeugt davon, dass es diese Art von Gegensicht und –gewicht geben muss.</p>
<p><em><strong>Wie sieht denn heute das Geschäftsmodell aus?</strong></em></p>
<p>“existenzielle“ ist weiterhin ein journalistisch gemachtes Magazin. Porträts, Reportagen, Berichte und Meinungen sind fester Bestandteil. Authentisches ist wichtig, so gibt es beispielsweise einen Bericht über eine Unternehmerin und wie diese mit der Insolvenz umgeht. Und unser Schwerpunkt „Unternehmerinnen mit Handicap“ zeigt, dass Frauen, die zum Beispiel blind sind oder Multiple Sklerose haben, trotzdem erfolgreiche Unternehmerinnen sein können. Dann realisieren wir Content-Kooperationen unter anderem mit Verlagen und wir kooperieren mit Beraterinnen, die für uns schreiben, wie beispielsweise zum Thema Gründen in Teilzeit, sichere Entscheidungen fällen, Beziehungsstrukturen in Familienunternehmen oder lebendiger Führungsstil. Und wir haben einen Marktplatz, auf dem sich Dienstleisterinnen präsentieren und dafür auch bezahlen. Daneben vermarkten wir natürlich auch Werbeplätze.</p>
<p>Die Online-Kommunikation bietet spannende neue Kanäle. Neben der Website und unserem 14-tägig erscheinenden Newsletter erreichen wir über unsere Facebook-Seite (<a href="http://www.facebook.com/existenzielle" target="_blank">www.facebook.com/existenzielle</a>) und unseren Twitter-Account (<a href="http://www.twitter.com/existenzielle" target="_blank">www.twitter.com/existenzielle</a>) mehrere Tausend Leserinnen. Das führt dazu, dass wir im Vergleich zu früher eine sehr viel intensivere Kommunikation mit den Leserinnen haben. Sie können die Blog-Beiträge auf der Homepage kommentieren, so wissen wir viel mehr über die Lesewünsche als früher und auch die Beziehung zu unseren Leserinnen ist enger geworden. Insgesamt haben wir dadurch eine viel nachhaltigere Kommunikation als früher, so erfolgreich haben wir uns das nie vorgestellt. Dazu gehört auch, dass unsere wertvollen und lesenswerten Beiträge im Archiv weiter zugänglich sind und wir auch auf Geschichten wie beispielsweise Spendenaufrufe oder Projektinitiativen, die immer noch aktuell sind, weiterhin hinweisen können.</p>
<p><em><strong>Wie verlief denn die Entwicklung? Können Sie ein paar Zahlen nennen?</strong></em></p>
<p>Wir hatten eine gedruckte Auflage von 30.000 Exemplaren und sind im Abo und am Kiosk erschienen. Die Abo-Auflage war mit 5.000 Exemplaren zu gering. Heute erreichen wir mit unserem Newsletter, der kostenlos ist, 8.000 Leserinnen, weitere über die Facebook- und Twitter-Kanäle, das ist eine Größenordnung, mit der wir sehr zufrieden sind.</p>
<p><em><strong>Was sind Ihre zukünftigen Pläne mit &#8220;existenzielle&#8221;?</strong></em></p>
<p>Wir wollen das Format journalistisch halten, über die Kooperation mit Beraterinnen als Autorinnen weiterhin Service und Beratung aus erster Hand bieten. “existenzielle“ erwirtschaftet zur Zeit ihre Produktionskosten. Damit bin ich im Online-Geschäft ganz zufrieden und sehe zugleich, dass sich die Umsätze noch steigern lassen. Denn das Modell funktioniert und es können noch verschiedene Einnahmesäulen erarbeitet werden. Die Idee, nicht nur ein PR- oder Frauen-, sondern ein Business-Magazin zu sein, ist gut. Für mich war jedoch „existenzielle“ immer eine Säule neben anderen, aber keine tragende. Mein zentrales Geschäft ist mein Redaktionsbüro für Text und PR, das ich seit 1997 neben dem Verlag führe.</p>
<p><em><strong>Welchen ganz speziellen Herausforderungen sehen Sie sich gegenüber?</strong></em></p>
<p>Mit einer kleinen Struktur konstant ein qualitativ hochwertiges Format zu produzieren.</p>
<p><em><strong>Wer sind Ihre Konkurrenten? Warum gibt es Ihrer Meinung nach kein weiteres Wirtschaftsmagazin speziell</strong><strong> für Frauen?</strong></em></p>
<p>Wenn Sie mit Kennzahlen der Verlage und Werbewirtschaft arbeiten, dann ist die Antwort klar: Die Zielgruppe ist zu klein, um darauf ein tragfähiges Konzept zu bauen. Es ist daher kein interessantes Marktsegment. Wir besetzen mit „existenzielle“ eine Nische, die ich außerordentlich interessant finde. Konkurrenz in der Nische gibt es nicht, denn wo es wirtschaftlich nicht interessant ist, gibt es auch keinen umkämpften Markt. Und so lange die Werbewirtschaft Kontaktgrößen allein quantitativ und nicht qualitativ abbildet, wird sich daran auch nichts ändern.</p>
<p>Aber ich muss auch dazu sagen, dass ich die Zielgruppe vielleicht überschätzt habe. Auch wenn politisch und in Netzwerken die Themen Frauen in der Wirtschaft und in Führungspositionen stark gemacht werden, so sind viele Unternehmerinnen erstaunlich anspruchslos, wenn es um ihre Bilder in den Medien geht.</p>
<p>von  <a href="http://fachmedien.net/author/birgitta-loehr/" target="_blank"><em>Birgitta Loehr</em></a><span id="more-15184"></span></p>
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		<title>Zwischen schrillen Kostümen und blassen Ständen &#8211; Die Leipziger Buchmesse 2011</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 10:51:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Orgel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am  20. März ging die Leipziger Buchmesse 2011 mit einem neuen Besucherrekord zu Ende. Rund 163.000, unter ihnen 45.000 Fachbesucher und eine Menge seltsame Gestalten, waren gekommen. Eine Nachbetrachtung von Thomas Orgel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/03/buchmesse_halle1.jpg" rel="shadowbox[sbpost-15052];player=img;" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-15063" style="margin: 10px;" src="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/03/buchmesse_halle1.jpg" alt="" width="200" height="200" align="left" /></a>Am  20. März ging die <a href="http://www.leipziger-buchmesse.de/" target="_blank">Leipziger Buchmesse 2011</a> mit einem neuen Besucherrekord zu Ende. Rund 163.000, unter ihnen 45.000 Fachbesucher waren gekommen – und damit etwa 6.000 mehr als noch im letzten Jahr.</p>
<p>Die Leipziger Buchmesse ist damit unumstritten der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche, der sich inzwischen zu einer Messe mit deutschlandweiter und europäischer Bedeutung entwickelt hat. Auf gut 67.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche in 4 Hallen konnten sich die Messebesucher in diesem Jahr an vier Messetagen über das aktuelle Angebot von 2.150 Ausstellern informieren. Laut Messeausrichtern berichteten dabei ca. 3.000 akkreditierte Journalisten über Messeneuheiten, Autoren, Verlage, Fachbesucher und Neuheiten. Und mit ihrem Programm &#8220;<a href="http://www.leipzig-liest.de/" target="_blank">Leipzig liest</a>&#8221; bietet die Stadt einen würdigen, literarischen Rahmen, der die Veranstaltung einzigartig abrundet.</p>
<p><strong> Frühlingsstimmung und das Treffen der Subkulturen</strong></p>
<p>Prägend für die Leipziger Messe ist vor allem die &#8220;erwartungsvolle Frühlingsstimmung&#8221;, wie es Gottfried Hoennefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ausdrückte. &#8220;Hier treffen sich vor allem eine jüngere Generation und der Nachwuchs der Branche, hier werden junge Leser für Literatur begeistert, sie erleben Autoren und kommen ins Gespräch. Eine bessere Investition in die Förderung des Lesens als die Leipziger Buchmesse kann ich mir nicht vorstellen&#8221;, so Hoennefelder.</p>
<p>Hoennefelder hat recht – auch wenn dieses Treffen mit der jüngeren Generation gelegentlich skurrile Formen annimmt. Messebesucher, die nach Eingang und zentraler Halle noch nicht gewarnt genug waren, können spätestens beim versehentlichen Betreten der Halle 2 mit einer Parallelkultur Kontakt aufnehmen, die mit dem landläufigen Verständnis von Lesekultur nur wenig zu tun hat.</p>
<p><a href="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/03/gruene_schoenheit.jpg" rel="shadowbox[sbpost-15052];player=img;" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-15065" style="margin: 10px;" src="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/03/gruene_schoenheit.jpg" alt="" width="120" height="208" align="left" /></a>Immerhin finden auf der Buchmesse traditionell gleich zwei große <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cosplay" target="_blank">Cosplay-Veranstaltungen</a> statt, deren phantasievoll kostümierte Besucherschar die Veranstaltung auf ungewöhnliche Weise bereichert. Bei ihrer jährlich steigenden Zahl könnte man beinahe annehmen, dass der Zuwachs der Messebesucher in erster Linie ihnen geschuldet ist.</p>
<p>Einer der Nebeneffekte dieser Veranstaltungskombination ist auch, dass man denkwürdige Sätze zu hören bekommen kann, wie &#8220;Das hier ist eine Cosplay-Messe! Also benimm dich auch so!&#8221; oder &#8220;Ich hab&#8217; mich gerade in die Halle fünf verlaufen. Aber da gibts nur Bücher und so&#8221;. Und neben unzähligen sehenswerten Verkörperungen von Comic, Anime- und Computerspielfiguren waren auch reichlich skurril anmutende Gestalten unterwegs, bei denen man nicht restlos sicher sein konnte, ob sie tatsächlich verkleidet waren. Der eine oder die andere genoss es wohl auch, im üblichen Outfit in der bunten Menge ausnahmsweise mal nicht beachtet zu werden.</p>
<p>Möglich, dass das nicht unbedingt im traditionellen Sinne einer Buchmesse ist – andererseits treffen aber auch diese Leute auf eine Gegen-Subkultur (also Leute die &#8220;nur Bücher und so&#8221; lesen). Und wer weiß &#8211; vielleicht entwickelt der eine oder andere gerade aufgrund dieser Kombination doch einmal Interesse daran, ein Buch zu lesen oder sogar zu besitzen. Das Aufeinandertreffen der Kulturen war jedenfalls gerade in Verbindungstunnels und an Halleneingängen besonders markant. Während es die (unkostümierten) Besucher aus Fernost in der Regel mit mildem, asiatischen Lächeln (und ein oder zweimal auch mit recht ungehemmten Heiterkeitsausbrüchen) zur Kenntnis nahmen, waren die fassungslosen Gesicher von Fachbesuchern aus nahöstlichen Ländern gelegentlich sehenswert. Unter ihnen dürfte der eine oder andere mit einigen sehr seltsamen Erinnerungen an die Deutschen in die Heimat zurückkehren.</p>
<p><strong>Professionelle Selbstinszenierung und Publikumsmagneten<br />
</strong></p>
<p>Auf diese Weise fand wirklich jeder Besucher etwas zu fotografieren. Permanent gezückte Handykameras und Smartphones im Videomodus waren allgegenwärtig und bringen der Messe eine Publicity, wie es wohl nur wenige Neuerscheinungen und ernst-gewichtige Literaten-Interviews schaffen.</p>
<p><a href="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/03/signaltanz.jpg" rel="shadowbox[sbpost-15052];player=img;"><img class="alignleft size-full wp-image-15113" style="margin: 10px;" title="Signaltanz" src="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/03/signaltanz.jpg" alt="" width="206" height="156" align="left" /></a>So ist die berühmt-berüchtigte Halle 2 denn auch die mit Abstand bestbesuchte der Messe. Hier finden sich nicht nur Cosplay-Fans (gern auch als &#8220;Japan-Comic&#8221;-Fans bezeichnet, was ebenso einprägsam wie falsch ist) und ihre Bestauner, sondern auch die Stände der Comic-, Kinderbuch- und Phantastik-Verlage, die sicherlich den größten Teil des besagten jungen Publikums für sich binden dürften. Kaum eine Lesung oder ein Vortrag auf der Messe war so gut besucht, wie die Veranstaltungen auf der Fantasy-Leseinsel oder der &#8220;Schwarzen Couch&#8221;. Zeitweise war hier der Andrang so groß, dass am Samstag eigens abgeordertes Messe-Sicherheitspersonal die Besucherströme umlenkte und mit einem komplizierten Signaltanz in andere Hallen zu lotsen versuchte. Dabei konnte man sich allerdings des Verdachts nicht ganz erwehren, dass man auf diese Weise versuchte, die eher spärlich besuchten Fachstände zwangsweise mit Publikum zu versorgen.</p>
<p><a href="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/03/Cosplayer_auf_der_Buchmesse.jpg" rel="shadowbox[sbpost-15052];player=img;" target="_blank"><img class="alignright size-full wp-image-15082" style="margin: 10px;" src="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/03/Cosplayer_auf_der_Buchmesse.jpg" alt="" width="161" height="157" align="right" /></a>Allerdings muss man hier auch anmerken, dass sich dieser spezielle Bereich der Belletristik in Halle 2 allgemein am professionellsten präsentierte und damit den visuellen Ansprüchen eines modernen Lesepublikums vermutlich am ehesten entsprach. Das mag daran liegen, dass die spezielle Zielgruppe mit Selbstinszenierung sichtlich Erfahrung hat. Es kann aber auch der Tatsache geschuldet sein, dass die Autoren und Künstler hier deutlich weniger Berührungsscheu gegenüber ihrem ihrem Publikum haben – und oft genug selbst Fans ihres Genres sind. Literarisches Konkurrenzdenken schien hier kein Thema zu sein. Eine derart entspannte und lesernahe Präsentation konnten daneben nur noch einige Stände der Publikumsverlage in Halle drei und der eine oder andere künstlerisch wertvolle Hochschulstand von sich behaupten.</p>
<p><strong>Gravierende Unterschiede im Messeauftritt</strong></p>
<p>Gerade Fachverlage nahmen sich dagegen auffallend schlicht, um nicht zu sagen spärlich aus. Natürlich wird von einem professionellen Fachverlag ein anderer Auftritt erwartet, als von einem Belletristikverlag, der sich an eine junge, visuell geprägte Leserschaft richtet. Aber es gibt einen großen Unterschied zwischen dezenter Professionalität und schlicht mangelhafter Eigenpräsentation.</p>
<p><a href="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/03/Gemeinschaftsstand_01b.jpg" rel="shadowbox[sbpost-15052];player=img;" target="_blank"><img class="alignright size-full wp-image-15071" style="margin: 10px;" src="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/03/Gemeinschaftsstand_01b.jpg" alt="" width="208" height="156" align="right" /></a>Ein Paradebeispiel für Letzteres war leider ausgerechnet die &#8220;Gemeinschaftspräsentation Fachbuch&#8221; des Zentrum Fachmedien. Unter dem dominanten Schriftzug des benachbarten Standes der Buchmesseakademie ging die an sich weitläufige Präsentation mangels prägnanter Beschriftung so vollkommen unter, dass selbst interessierte Besucher den Stand regelrecht verpassten. Das lag zum einen daran, dass der Auftritt geradezu altbacken konventionell aus nur mäßig ansehnlichen Standard-Messewänden zusammengestellt war, denen jegliche &#8216;Eye- Catcher&#8217; und Publikumsmagneten gänzlich fehlten. Zum anderen spielen auch massive Präsentationsfehler eine Rolle. So zum Beispiel, dass die Deckenhänger, die als einzige deutlich auf den Stand hätten aufmerksam machen können, ausgerechnet in die Richtung wiesen, von der aus sie am schlechtesten zuzuordnen waren. Der &#8216;Gesichtsseite&#8217; des Standes zeigten sie lediglich ihre unbedruckten Rückseiten.</p>
<p>Den Print-Fachmedien, die über den harten Konkurrenzdruck durch die digitalen Medien klagen, dürften derart eklatante Fehler beim Messeauftritt eigentlich nicht widerfahren. Nicht, wenn man mit Slogans wie &#8220;Ideen für Buchhändler!&#8221; wirbt. Und schon gar nicht neben den Ständen von Do-it-yourself-Dienstleistern wie BoD, die schließlich ebenfalls den Fachbuchsektor bedienen. Vor allem nicht, wenn man von diesen selbst mit simpelsten, jedoch ansprechenden und professionell wirkenden Präsentationen in den Schatten gestellt werden kann.<span id="more-15052"></span></p>
<p><strong>Branche prophezeit den Durchbruch des E-Books für 2011</strong></p>
<p>Hier waren übrigens auch Zukunftsmedien wie E-Book-Formate nicht ausgeklammert, sondern bedienten das Kundeninteresse angemessen. Eine konsequente Entscheidung, denn wie Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels bei der Vorstellung der ersten umfassenden Studie zum digitalen Buch in Deutschland sagte: &#8220;Der neue Markt formiert sich.&#8221; Die Buchbranche erwarte in diesem Jahr den Durchbruch für das E-Book.</p>
<p>Auch wenn derzeit nur zwei Prozent der Deutschen digitale Leseformate bevorzugen, gehen die Verlage schon jetzt davon aus, dass der Umsatzanteil der E-Books bis zum Jahr 2015 bis auf rund 16 Prozent steigen wird. Eine Zahl, die im Übrigen nur einen Mittelwert bildet:</p>
<p>Bei der Belletristik, also dem klassischen Roman, werden deutlich geringere Anteile erwartet – im Sektor der wissenschaftlichen Veröffentlichungen und dem Fachbuch hingegen noch wesentlich höhere.</p>
<p>Vor allem  die neuen Tablet-Computer werden hier, so der Dachverband der Branche, eine entscheidende Rolle spielen. Das hat BoD zum Beispiel erkannt und zu einem zentralen Bestandteil seiner Messegestaltung gemacht. Es könnte sich als großer Fehler erweisen, wenn Anbieter wie das Zentrum Fachmedien oder auch der Stand des &#8216;BuchMarkt&#8217; unter diesen Bedingungen derart konservativ auftreten.</p>
<p>Zumindest sollte man sich nicht wundern, wenn man gerade bei der technikafinen Zielgruppe im wissenschaftlichen Bereich und unter jüngeren Zielgruppen in Zukunft weiter an Leserschaft verliert. Man sollte nicht vergessen: Die Studenten von heute stellen die Fachleser von morgen.<br />
Zwar zu unrecht, nicht jedoch von ungefähr sprachen die jungen Vertreter des Studienganges &#8216;Buchhandel/Verlagswirtschaft&#8217; von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig in ihrem Vortrag mehrfach von &#8220;Büchern und Medien&#8221;. Nur am Rande bemerkt: Leider wirkte gerade dieser Stand eines Studiengangs, der eine Vorreiterschaft übernehmen sollte, erschreckend einfallslos und angestaubt. Vielleicht stand er auch deshalb nicht neben denen der übrigen Hochschulen. Es lässt sich feststellen: Der Unterschied in der Wahrnehmung von klassischen Medien auf der einen und neuen Medienformen auf der andere Seite war auf dieser Messe deutlicher denn je.</p>
<p>Deutlicher denn je waren aber auch die Unterschiede zwischen jenen, die die neuen Medien aktiv und selbstverständlich nutzen und denen, die noch immer darüber diskutieren, ob sie eine Zukunft haben. Nach einem Tag auf der Messe sollte man es spätestens wissen: sie haben. Und diese Zukunft hat schon lange begonnen. Die eigentlich frage ist: Wer verliert den Anschluss?</p>
<p><strong>Leipzig als Weichensteller für die Zukunft</strong></p>
<p>Nicht vergessen werden sollte, dass Leipzig – im Gegensatz zur Frankfurter Buchmesse – vorrangig als Publikumsmesse wahrgenommen wird. Hier präsentiert man sich der Öffentlichkeit und hier formt man die Wahrnehmung in derselben. Lektoren, Einkäufer, Buchhändler und sonstige Fachbesucher bevorzugen die größere Frankfurter Messe, auf der eingekauft und über Zahlen gesprochen wird.</p>
<p>Viele Verlage schicken nach Leipzig noch nicht einmal ihre wichtigen Lektoren. Wie es unter Autoren scherzhaft heißt: Frankfurt ist die Messe für Geschäfte, Leipzig ist zur Kontaktpflege, zum Treffen von Freunden und Lesern.</p>
<p>Ein Auftritt in Leipzig ist vor allem ein Aushängeschild und eine Werbeplattform. Das mag für den Fachbuchbereich freilich weniger gelten als in den belletristiklastigen Publikumsverlagen. Dennoch gilt: Auch wer sich als trocken und unmodern darstellt, prägt damit sein Bild in der Öffentlichkeit. Eine Präsentation, die wirkt, als müsse man schon an einem ordentlichen Messestand sparen, könnte schneller als befürchtet zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung werden. Das kann unmöglich im Sinn der Branche sein.</p>
<p><a href="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/03/image3.jpeg" rel="shadowbox[sbpost-15052];player=img;"><img class="alignleft size-full wp-image-15077" style="margin: 10px;" src="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/03/image3.jpeg" alt="" width="216" height="162" align="left" /></a>Wie man mit einem professionellen Auftritt gerade die jungen Leser erreicht und ins Gespräch kommt – das konnte man sich in Halle 2 ansehen, wo neue Phantastik-Romane schon mal per iPad vor großem Publikum und Presse präsentiert wurden. Hier las niemand vor beinahe leeren Zuschauerräumen &#8211; und das lag eben nicht nur an den Themen.</p>
<p>von <a href="http://fachmedien.net/author/thomas-orgel/">Thomas Orgel</a></p>
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		<title>„Die Zeit war reif&#8221; &#8211; Onlinejobbörse für Musikschaffende</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Mar 2011 08:33:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Birgitta Loehr</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Andrea Raab]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Verlag Schott Music in Mainz bietet unter anderem eine ganze Reihe an Fachtiteln, wie „Neue Zeitschrift für Musik“, „Musik &#038; Bildung“ oder „Musikforum“ für alle Facetten der Musikbranche. Flaggschiff ist die Zeitschrift „das Orchester“, die in über 45 Ländern gelesen wird, elf Mal im Jahr erscheint und weltweit den größten Stellenmarkt für Orchestermusiker bietet. Seit Ende Februar nun bietet der Verlag mit www.music-job.com eine Onlinestellenbörse, welche die Stellenangebote und -gesuche von sieben Fachzeitschriften bündelt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/03/music-job1.jpg" rel="shadowbox[sbpost-14995];player=img;"><img class="size-full wp-image-14999 alignleft" style="margin: 10px;" title="music-job" src="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/03/music-job1.jpg" alt="" width="200" height="194" align="left" /></a>Der Verlag<a href="http://www.schott-music.com" target="_blank"> Schott Music</a> in Mainz bietet unter anderem eine ganze Reihe an Fachtiteln, wie „Neue Zeitschrift für Musik“, „Musik &amp; Bildung“ oder „Musikforum“ für alle Facetten der Musikbranche. Flaggschiff ist die Zeitschrift „das Orchester“, die in über 45 Ländern gelesen wird, elf Mal im Jahr erscheint und weltweit den größten Stellenmarkt für Orchestermusiker bietet. Seit Ende Februar nun bietet der Verlag mit </em><em><a href="http://www.music-job.com/" target="_blank">www.music-job.com</a> </em><em>eine Onlinestellenbörse, welche die Stellenangebote und -gesuche von sieben Fachzeitschriften bündelt. Fachmedien.net sprach mit der Zeitschriften-Redakteurin Andrea Raab von „das Orchester“.</em></p>
<p><em><strong>Frau Raab, noch eine Onlinestellenbörse – muss das sein? </strong></em></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Unser Stellenmarkt der Zeitschrift „<em>das <em>O</em>rchester</em>“ ist überproportional groß, weltweit. Schon vor elf Jahren haben wir angefangen, die Printanzeigen auf einer Website auch online zur Verfügung zu stellen. Diese konnten aber seither nur von den Abonnenten eingesehen werden. Inzwischen mehrten sich die Rückmeldungen, dass viele der User aus dem internationalen Ausland sich vor allem für die Stellen interessieren. Und ein weiterer Punkt war für unsere Entscheidung wichtig: Orchester haben schrumpfende Budgets für Anzeigen. Der Ruf nach der kostengünstigeren Online-Variante wurde zunehmend lauter.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><em><strong>Waren das die einzigen Beweggründe?</strong></em></p>
<p>Auf Grund dieser Entwicklungen lag es für uns auf der Hand, dass unsere Jobbörse nicht nur größer und internationaler werden, sondern auch für alle offen sein muss. Und uns war klar, dass dieser Stellenmarkt auch unser Kapital ist. Der Plan war also, weiter Stellen zu akquirieren, beispielsweise auch aus dem musikpädagogischen Bereich oder Musikverlagen. Wir haben das Image qualitativ sehr gut zu sein und gelten im Markt als seriös. Zu uns hat man Vertrauen. Zwar gab es bisher schon von anderen Betreibern Versuche eine Jobbörse zu etablieren, allerdings mit geringem Erfolg. Zudem haben wir in Deutschland den Vorteil, dass hier weltweit die größte Orchesterdichte gegeben ist und daher der Focus aus allen Teilen der Welt auf uns gerichtet ist. Die Zeit für dieses Projekt war jetzt einfach reif und wir sind sicher damit den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.</p>
<p><em> <strong>Wie ist denn die Resonanz bisher?</strong></em></p>
<p>Sehr gut. In den beiden ersten Wochen verzeichnen wir über 25.000 Seitenaufrufe. Wir werden in den nächsten Monaten das Geschehen beobachten: Gewinnen wir eventuell neue Abonnenten, weil die Jobsuchenden auch die Inhalte interessieren? Werden sie unseren Service extensiv nutzen?</p>
<p><em><strong>Werden Sie auch mehr oder anderen Service anbieten?</strong></em></p>
<p>Momentan bieten wir bereits Verlinkungen zu Kursen und Festivals, unseren <a href="http://www.treffpunkt-musik.com" target="_blank">Treffpunkt:Musik </a>, die für die Weiterbildung der Musiker wichtig sind. Ferner gibt es Hilfestellungen für ein erfolgreiches Probespiel, die wir weiter ausbauen werden. Und wir wollen den Stellensuchenden die Möglichkeit bieten ihre Profile einzustellen, aus denen heraus sie sich online bewerben können. Wichtig ist uns für alle unsere Vorhaben, dass wir eine ständige Qualitätsprüfung haben. Und natürlich wird Beratung bei uns weiterhin sehr groß geschrieben. Denn den qualitativen Anspruch der Printanzeigen, die wir wie bisher auch weiterhin automatisch und ohne Zusatzkosten online stellen, wollen wir auch für den Onlinebereich halten. Das ist uns sehr wichtig.</p>
<p>In wenigen Wochen werden wir mit anderen wichtigen Anbietern im Musikzeitschriften-Bereich kooperieren. Dies wird zu einer erheblichen Ausweitung vor allem in den Bereichen Bildung und Ausbildung unseres bislang schon umfangreichen Stellenangebots führen.</p>
<p><em><strong>Welche Rubriken bieten Sie bei den Stellen an?</strong></em></p>
<p>Da gibt es Angebote für die Bereiche Orchester und Chor, Musikschulen und Musikhochschulen, Oper, Theater, musikalische Leitung, Management oder Technik. Darin subsumieren sich sozusagen die unterschiedlichen Richtungen unserer sieben einbezogenen Fachzeitschriften. Das sind <em>„das Orchester“</em> und die älteste bestehende Musikzeitschrift und Leitmedium für zeitgenössische Musik und interdisziplinäre Themen, die <em>„</em><em>Neue Zeitschrift für Musik“</em><em>.</em> Ferner das Praxismagazin <em>„</em><em>Musik in der Grundschule“</em>, die Zeitschrift <em>„Musik &amp; Bildung“</em> für die Unterrichtspraxis an allgemein bildenden Schulen sowie das Fachmagazin für Instrumentalunterricht und Musikschule <em>„</em><em>üben &amp; musizieren“.</em> Und die Vierteljahresschrift für Orgelfachleute und Freunde der Orgelmusik <em>„</em><em>organ – Journal für die Orgel“</em> sowie die Zeitschrift des Deutschen Musikrats <em>„</em><em>Musikforum“,</em> die über die relevanten Themen des Musiklebens in Deutschland berichtet.</p>
<p>von <em><a href="http://fachmedien.net/author/birgitta-loehr/" target="_blank">Birgitta Loehr</a><span id="more-14995"></span></em></p>
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		<title>Paid Content auf Papier</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 08:09:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roland Karle</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Paid Content lebt: Mit einer hart verkauften Auflagenquote von 99,5 Prozent könnte das „Harvard Business Manager“ auch ohne Anzeigenerlöse auskommen. Das Monatsmagazin profitiert von klarer Positionierung, behutsamer Anpassung an die moderne Medienwelt und erstklassigen Autoren aus Wissenschaft und Praxis.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><img class="alignleft size-full wp-image-14880" style="margin: 10px;" title="Harvard Business Manager" src="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/03/Harvard-Business-Manager2.jpg" alt="" width="180" height="217" align="left" />Paid Content lebt: Mit einer hart verkauften Auflagenquote von 99,5 Prozent könnte der „Harvard Business Manager“ auch ohne Anzeigenerlöse auskommen. Das Monatsmagazin profitiert von klarer Positionierung, behutsamer Anpassung an die moderne Medienwelt und erstklassigen Autoren aus Wissenschaft und Praxis.</em></p>
<p>In der Kategorie „Sonstiger Verkauf“ zeigt der Auflagenmesser 4,8 Promille an. Nüchtern betrachtet, heißt das: Nur 117 von 24.493 im Jahresdurchschnitt 2010 abgesetzte Hefte des „<a href="http://www.harvardbusinessmanager.de/" target="_blank">Harvard Business Manager</a>“ (HBM) gehören nicht der sogenannten „harte Auflage“ an. Die Summe aus Abonnements und Einzelverkauf erreicht somit eine Quote von 99,52 Prozent – das ist im Wettbewerb der Wirtschaftsmagazine einzigartig. Selbst der große Bruder, das ebenfalls zur Spiegel-Gruppe gehörende „Manager Magazin“, kann da nicht mithalten.</p>
<p><em><strong>Selbst wenn die Wirtschaft schwächelt und Werbekunden knausern, schreibt das Magazin schwarze Zahlen</strong></em></p>
<p>Seit mehr als drei Jahrzehnten gibt es in Deutschland den „HBM“. Er ist eine von derzeit elf fremdsprachigen Lizenzausgaben der US-amerikanischen „Harvard Business Review“, mit monatlich rund einer viertel Million verkauften Heften weltweit die Nummer eins unter den Management-Zeitschriften. Im Gründungsjahr 1979 verkaufte das „Harvard Business Manager“ im Schnitt 2900 Exemplare, Ende der 1980er Jahre schwankten die Absatzzahlen zwischen 7000 und 9000 Stück. Das Magazin erschien zweimonatlich und verströmte biederen Charme.</p>
<p>Inzwischen ist die Auflage kräftig geklettert, siehe oben. 2010 war im Vertrieb das drittbeste Jahr in der „HBM“-Geschichte, jede Ausgabe transportierte im Durchschnitt gut 16 Werbeseiten und der von Nielsen errechnete Brutto-Anzeigenumsatz stieg gegenüber 2009 um rund 10 Prozent auf knapp 1,5 Millionen Euro. Selbst wenn die Wirtschaft schwächelt und Werbekunden knausern, schreibt das Magazin schwarze Zahlen.</p>
<p><em><strong>Selbst anzeigenfrei könnte der „Harvard Business Manager“ wirtschaftlich gut leben</strong></em></p>
<p>Rank und schlank steht die Redaktion mit acht Festangestellten. Drei Viertel der Auflage geht an Abonnenten, was die Verlagskaufleute besonders freut, weil hier die geringsten Kosten anfallen. „Harvard Business Manager“ kommt dem perfekten Body-Maß-Index einer Zeitschrift sehr nahe: Fast 100 Prozent „harter Auflage“ plus ein in diesem Segment hoher Copypreis von 12,80 Euro lassen alle Anhänger des Paint Content neidvoll blicken. Bei einer Verkaufsauflage von rund 25 000 Exemplaren setzt „HBM“ allein im Vertrieb pro Ausgabe brutto rund 320 000 Euro um. Das summiert sich im Jahr auf knapp vier Millionen Euro, außerdem spülen die als „Edition“ laufenden vier Sonderausgaben pro Jahr zusätzliche Erlöse aufs Konto. Selbst anzeigenfrei könnte der „Harvard Business Manager“ wirtschaftlich gut leben.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-14872" title="Seeger-Christoph" src="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/03/Seeger-Christoph.jpg" alt="" width="120" height="180" align="left" /></p>
<p><em><strong>„Unsere Zielgruppe sind Manager, und die haben wenig Zeit. Dem tragen wir  Rechnun</strong></em><strong>g.“</strong></p>
<p>„Wir haben eine zuvor schon gut gemachte Zeitschrift stetig verbessert“, beschreibt Christoph Seeger die Entwicklung. 2002 übernahm er die „HBM“-Chefredaktion und hatte gleich richtig viel zu tun: Dem Heft wurde ein neues Layout verpasst, die Erscheinungsweise auf monatlich verdoppelt. Diplom-Kaufmann Seeger, der zuvor bei „Wirtschaftswoche“ und „Manager Magazin“ gearbeitet hatte, entstaubte „HBM“ wohl dosiert an jenen Stellen, wo sich über die Jahre zu viel trockene Theorie und Bleisatz angesammelt hatte. So ist „Harvard Business Manager“ in den vergangenen Jahren journalistisch besser, leichter lesbar und insgesamt gefälliger geworden. „Darin liegt sicher der Hauptgrund für das deutliche Auflagenplus“, sagt Seeger.</p>
<p>Im letzten Herbst folgte ein weiterer Schritt in die Moderne. Seit Oktober präsentiert sich die Zeitschrift in frischem Design. Das Logo wurde erneuert und die Titeloptik aufgepeppt. Das Layout im Innenteil kommt souveräner und großzügiger daher, Info-Elemente wie Kästen, Grafiken und Hervorhebungen machen das Heft lesefreundlicher. Die Renovierungsarbeiten betreffen nicht nur die Fassade, sondern auch den inhaltlichen Kern. Durch neue Stilformen wie Infografik-Doppelseiten, Kolumnen von klugen Management-Köpfen und neue Serien zur Unternehmensführung wurde das redaktionelle Profil des Magazins geschärft. Die Seriosität der Wissenschaft und die Leichtigkeit der Praxis – dem „Harvard Business Manager“ ist diese publizistische Umarmung gelungen. Das goutieren die Leser. Sie mögen verdauliche Portionen, verständliche Schreibe und verwertbare Erkenntnisse, weiß Seeger: „Unsere Zielgruppe sind Manager, und die haben wenig Zeit. Dem tragen wir Rechnung.“</p>
<p><em><strong>„Exklusiv, analytisch stark, gut recherchiert und nützlich für unsere Leser“</strong></em></p>
<p>Laut Lizenzvereinbarung sollen rund zwei Drittel der Texte aus dem amerikanischen Mutterblatt übernommen werden. Der Chefredakteur empfindet diese Regelung nicht als Zwangsjacke, im Gegenteil. Er kann auf ein Füllhorn erstklassiger Fachliteratur zugreifen. „Es steht uns frei, welche Beiträge wir nehmen“, sagt Seeger. Daneben fehlt es nicht an externen Angeboten von meist wissenschaftlich geprägten Autoren. Etwa 400 bis 500 unaufgefordert eingesandte Vorschläge gehen im Jahr bei „HBM“ ein. Nur ein Bruchteil davon schafft es ins Heft. „Exklusiv, analytisch stark, gut recherchiert und nützlich für unsere Leser“, nennt Seeger die wichtigsten Auswahlkriterien.</p>
<p><em><strong>Jeden Monat „das Wissen der Besten“ zusammentragen, komponieren und präsentieren</strong></em></p>
<p>Er hat schließlich ein Versprechen einzulösen. Jeden Monat „das Wissen der Besten“, wie es der „HBM“-Untertitel schon sagt, in seinem Magazin zusammentragen, komponieren und präsentieren. Den Großteil der Beiträge schreiben Fachautoren aus Wissenschaft und Praxis. So berichten Top-Manager und Berater über Erfahrungen aus der Praxis, Professoren führender Hochschulen und Business Schools publizieren jüngste Forschungsergebnisse. Fokussierte sich „HBM“ früher stärker auf Themen wie Strategie und Organisation von Unternehmen, so stehen nun Inhalte wie Personalführung, Change Management und Karriere vorne an. Dazu passt, dass Heft 1/2010 mit einer Titelgeschichte über „Work Life Balance“ mit 8793 Exemplaren im vergangenen Jahr zum Bestseller im Einzelverkauf avancierte.</p>
<p>Für Werbekunden, die Entscheider adressieren, ist die „HBM“-Zielgruppe wie gemalt. Laut Umfrage unter den Lesern arbeiten zwei Drittel in Top-Positionen der Wirtschaft, annähernd die Hälfte (43 Prozent) verdient jährlich mehr als 80 000 Euro brutto, drei Viertel sind jünger als 49 Jahre. Und „HBM“ ist für sie keine flüchtige Ware, sondern bleibender Begleiter: 83 Prozent der Leser sammeln die einzelnen Ausgaben.</p>
<p>von <em><a href="http://fachmedien.net/author/karle/" target="_blank">Roland Karle</a></em><span id="more-14866"></span></p>
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		<title>Haltung zeigen: Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement</title>
		<link>http://fachmedien.net/2011/03/nachhaltiges-veranstaltungsmanagement-haltung-zeigen/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 07:35:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Birgitta Loehr</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tagungen, Kongresse und Konferenzen bedeuten meist eine Belastung für Mensch, Umwelt und Klima. Doch dies muss nicht immer so sein. Davon konnten sich auf der internationalen Fachtagung „Greenmeetings und Events“ Anfang März rund 400 Teilnehmer überzeugen. Zwei Tage lang referierten im Mainzer Congress Centrum Experten aus Wirtschaft, Forschung und Politik über nachhaltiges Veranstaltungsmanagement und zeigten anhand von Best Practice-Beispielen unterschiedliche Möglichkeiten auf. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-14758" style="margin: 10px;" title="green meetings and events" src="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/03/green-meetings-and-events1.jpg" alt="" width="200" height="125" align="left" />Tagungen, Kongresse und Konferenzen bedeuten meist eine Belastung für Mensch, Umwelt und Klima. Doch dies muss nicht immer so sein. Davon konnten sich auf der internationalen Fachtagung „<a href="http://www.greenmeetings-und-events.de/" target="_blank">Greenmeetings und Events</a>“ Anfang März rund 400 Teilnehmer überzeugen. Zwei Tage lang referierten im Mainzer Congress Centrum Experten aus Wirtschaft, Forschung und Politik über nachhaltiges Veranstaltungsmanagement und zeigten anhand von Best Practice-Beispielen unterschiedliche Möglichkeiten auf. Ökologisch gestaltete Veranstaltungen sind eine Haltung, schaffen Innovationen, gelingen durch das „Dream Team“ Mensch und Motivation und müssen zu hundert Prozent gelebt werden – so lauteten denn auch die Schlagzeilen nicht nur aus den verschiedenen Workshops.</p>
<p><strong>Mehr Transparenz bei Zertifizierungen</strong></p>
<p>Schirmherr Jürgen Trittin, Vorsitzender der Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen, eröffnete die Konferenz und wies auf die Verankerung des Themas Nachhaltigkeit in der Bevölkerung hin: „Nachhaltiges Tagen kann zum Aushängeschild werden,“ sagte Trittin. Joachim König, Präsident des Europäischen Verbands der Veranstaltungs-Centren e.V. (EVVC), und Matthias Schultze, Geschäftsführer des GCB German Convention Bureau e.V., stellten als Vertreter der Veranstaltungswirtschaft und Organisatoren der Tagung Verantwortung und Eigenverantwortung ins Zentrum ihrer Statements. „Wichtig für den Erfolg der Konferenz ist ihr pragmatischer Ansatz. Auf diesem Weg müssen wir weiter gehen und praktische Hilfestellungen für die Branche erarbeiten,“ lautete Königs Fazit zum Ende der Konferenz. Dies legte auch Wolfgang Gutberlet von der tegut Gutberlet Stiftung &amp; Co, in seiner Key Note zu „Nachhaltigkeit denkend und handelnd“ allen ans Herz: „Der Wechsel zwischen Denken und Handeln ist wichtig. Die Ideen müssen so weit heruntergeholt werden, dass sie die Menschen auch verstehen werden.“</p>
<p>Ernst Ulrich von Weizsäcker, Co-Chairman des International Resource Panel, bot in seiner Key Note „Auch Technologie und Politik spielen eine Rolle für die Green Economy“ folgende Lösungen an: „Pro Kopf die gleichen Emissionsrechte. Der Norden müsste dann im Süden Emissionsrechte einkaufen. Dann könnte es rentabel werden, in Indien kein Kohlekraftwerk zu bauen.“ und „Warum nicht Energie- und Rohstoffpreise parallel zu Effizienzgewinnen anheben? Dann bleiben die monatlichen Kosten für Energie im Durchschnitt konstant.“</p>
<p>Die Vor- und Nachteile derzeitiger Konzepte für Green Meetings stellte Markus Große Ophoff, Leiter des Zentrums für Umweltkommunikation der deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), vor. Dabei ging er besonders auf die Zertifikate EVVC-Green-Gobe, BS 8901 Sustainable Event Management System, ISO 20121 Event Sustainability Management System oder den BMU/UBA-Leitfaden für die umweltgerechte Organisation von Veranstaltungen ein und mahnte: „Wir müssen Anforderungen an Standards der Zertifizierungen formulieren.“ In der anschließenden Diskussion forderten schließlich die Teilnehmer unisono mehr Transparenz bei den Zertifizierungen, um die am besten passende für sich und ihr Angebot zu finden.</p>
<p><strong>Nachhaltigkeit muss wirtschaftlich sein</strong></p>
<p>Aber eine Zertifizierung ist nicht alles, um nachhaltig zu agieren. Nachhaltigkeit macht nur Sinn, wenn sie auch wirtschaftlich ist. Auch darin waren sich sowohl Referenten als auch Zuhörer einig. So sieht zum Beispiel Ralph A. Thurm, Director Sustainability Strategies and Innovation, Deloitte Rotterdam, „Nachhaltigkeit als einen Innovationsmotor“. „Aus der ‘License to Operate’“, so Thurm weiter, „wird eine ‘License to Grow’. Aus der ‚Shareholder Value Perspektive’ wird die ‚Shared Value Perspektive’, die alle Stakeholder einschließt.“ Und Jörg Reuter, Geschäftsführender Gesellschafter der grüneköpfe Strategieberatung, stellte zum Kundennutzen von Nachhaltigkeit fest: „Wer sich mit Nachhaltigkeit profilieren möchte, darf den Kunden dabei nicht vergessen. Immer dort, wo sich Motivallianzen aus Nachhaltigkeit und Kundennutzen treffen, ist das Green Profit-Potenzial sehr groß, die Chance Gutes zu tun und damit Geld zu verdienen gegeben.“</p>
<p>Die Problematik bei der nachhaltigen Produktbeschaffung und wie Idee und Wirklichkeit zueinander finden können, zeigte Anja Lindner, Geschäftsführung tegut bankett GmbH und Geschäftsleitungsmitglied der tegut Gutberlet Stiftung &amp; Co., auf. So fördert tegut beispielsweise nachhaltige Produkte mit nachhaltiger Wirtschaftsweise und transparenter Vermittlung, an dem Label FAIRbindet erkennbar, ökologische und traditionelle Landwirtschaft und deren Lebensmittelherstellung, wie die Aktion „bio mit Gesicht“ und die Biodiversitäts-Initiative, sowie Regional-Kooperationen.</p>
<p><strong>Der Weg zur nachhaltigen Veranstaltung</strong></p>
<p>Wie der Weg zu einer erfolgreichen nachhaltigen Veranstaltung aussehen kann, zeigten zahlreiche Workshops und Beispiele aus der Praxis. Analysieren, reduzieren, kompensieren und kommunizieren – das sind die vier wichtigen Schritte. Steht am Anfang die Analyse der verschiedenen Organisationsbereiche und Gewerbe sowie die Erstellungen des eigenen CO2-Fussabdrucks, beginnt danach die Suche nach dem Einsparpotential. Ein geeigneter Veranstaltungsort, der gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist, lässt sich in einem Ausschreibungsverfahren ermitteln. Für die Mobilität der Teilnehmer und Mitarbeiter gibt es beispielsweise das CO2-freie Veranstaltungsticket Umwelt-Plus der Deutschen Bahn, welches Fahrt und Teilnehmerpreis beinhaltet. Das Teilnehmermanagement kann komplett papierlos erfolgen und das Catering sollte ausschließlich Produkte aus nachhaltiger und ökologischer Herkunft anbieten, was auch mit Hinweisen und Aktionen sichtbar gemacht werden kann. Kreative Pausen mit Business-Yoga oder Fitness-Übungen lockern das Programm auf und für das Rahmenprogramm eigenen sich Besichtigungen nachhaltiger Firmen vor Ort. Aber auch der Einsatz energieeffizienter Geräte ist ein wichtiger Punkt. Und noch eines ist eine Überlegung wert: Der Verzicht auf Referenten- und Gastgeschenke oder sogar Honorare zugunsten der Unterstützung eines sozialen Projektes.</p>
<p>Um ein Event besonders klima- und umweltfreundlich zu gestalten, besteht die Möglichkeit, nicht weiter reduzierbare Emissionen durch anerkannte Kompensationsprojekte auszugleichen. Dies können beispielsweise Aktionen zum Klimaschutz sein, wie Aufforstung, Walderhalt oder Erneuerbare Energie. Und nicht zuletzt ist eine authentische und transparente Kommunikation wichtig. Umweltfreundlichkeit belegen, nicht als Ausgleich für andere, eigene Umweltsünden sehen und voll dahinter stehen – damit werden auch Greenwashing-Fallen umgangen.</p>
<p>von <a href="http://fachmedien.net/author/birgitta-loehr/" target="_blank"><em>Birgitta Loehr</em></a></p>
<p>Hinweis: Am 15. März gibt es eine virtuelle Konferenz mit Video-Aufzeichnungen ausgewählter Inhalte der Greenmeetings und Events Konferenz und anschließenden Live-Chats. Interessenten können sich ab sofort unter <a href="http://www.greenmeetings-und-events.de/virtuelle-konferenz/ " target="_blank">www.greenmeetings-und-events.de/virtuelle-konferenz/ </a>registrieren.<span id="more-14748"></span></p>
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		<title>Mit User Generated Content und Premium-Print auf der Erfolgsspur</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 08:51:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Birgitta Loehr</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Oldenbourg Industrieverlag blickt auf eine über 150-jährige Verlagsgeschichte zurück. Als Fachinformationsanbieter gibt das Unternehmen nicht mehr nur klassische Produkte wie Praxiszeitschriften und Bücher in einem weiten Themenspektrum für Ingenieure und Techniker heraus. Inzwischen ist der Verlag als Dienstleister mit einem breiten und innovativen Angebot erfolgreich. Seine Kunden sind Leser, Autoren, Werbetreibende und der Buchhandel. Fachmedien.net sprach mit dem Geschäftsführer Hans-Joachim Jauch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-14660" style="margin: 10px;" title="Hans-Joachim Jauch" src="http://fachmedien.net/wp-content/uploads/2011/03/HJ-Jauch.jpg" alt="" width="180" height="207" align="left" />FACHVERLEGER IM GESPRÄCH (9)</strong></p>
<p>Der <a href="http://www.oldenbourg-industrieverlag.de" target="_blank">Oldenbourg Industrieverlag</a> blickt auf eine über 150-jährige Verlagsgeschichte zurück. Als Fachinformationsanbieter gibt das Unternehmen nicht mehr nur klassische Produkte wie Praxiszeitschriften und Bücher in einem weiten Themenspektrum für Ingenieure und Techniker heraus. Inzwischen ist der Verlag als Dienstleister mit einem breiten und innovativen Angebot erfolgreich. Seine Kunden sind Leser, Autoren, Werbetreibende und der Buchhandel. Fachmedien.net sprach mit dem Geschäftsführer Hans-Joachim Jauch.</p>
<p><strong><em>Seit mehr als 150 Jahren berichten der Oldenbourg Industrieverlag (OIV) und seine Tochter, der Vulkan Verlag (VV), über technische Innovationen. Was ist Ihre Unternehmensphilosophie und welche Ziele verfolgen Sie?</em></strong></p>
<p>Von außen betrachtet sind wir einer dieser langweiligen Fachverlage. Tatsächlich bewegen wir uns aber da, wo technische Innovationen sind, die Wachstum und Wohlstand bringen. Unser Motto lautet „Wissen für die Zukunft″. Innovation basiert auf Information, permanentes Lernen bestimmt das heutige Berufsleben. Unser Kerngeschäft ist die Wissensvermittlung durch das Sammeln, Bearbeiten und Verkaufen von hochwertigen, fundierten und verlässlichen Informationen für Ingenieure. Diese Informationen zeichnen sich in allen wichtigen Medienformen durch hohen Nutzwert, Praxisnähe und gute Verständlichkeit aus. Darüber hinaus bieten wir branchenrelevante Problemlösungen und fungieren als kompetenter Serviceanbieter im Informationssektor. Wir haben in unseren Märkten die relevanten Kommunikationsplattformen und Marken. Wir fördern den Wissenstransfer unserer Kunden im Rahmen der globalen Industrialisierung und Infrastrukturentwicklung und helfen so einem Teil der deutschen Wirtschaft ihre führende Position, beispielsweise im Export, zu verteidigen. Das ist eine faszinierende und motivierende Aufgabe.</p>
<p><em><strong>Warum waren es gerade die technischen Innovationen? </strong></em></p>
<p>Die technische Zeitschrift „Journal für Gasbeleuchtung und verwandte Beleuchtungsarten″ war 1858 das erste Produkt des Oldenbourg Verlages, der in München gegründet wurde. München war damals ein wesentliches wissenschaftliches Zentrum der Industrialisierung. Und der<a href="http://www.vulkan-verlag.de" target="_blank"> Vulkan Verlag</a> sitzt in Essen, also direkt im Herz des Ruhrgebiets, wo viele Technologien erstmals zur Anwendung kamen. Unsere Unternehmen zeichnen sich durch sehr große Zielgruppennähe aus. Wir verstehen uns als dienender und fördernder Teil der Technik-Communitys.</p>
<p><em><strong>Welche Kernthemen bedient Ihr Verlag?</strong></em></p>
<p>Zu den Schwerpunkten gehören die Automatisierungstechnik, der Anlagenbau, die industrielle Nutzung von Energie sowie die Ver- und Entsorgungstechnik. Das sind alles Themen mit Zukunftspotential, in denen Firmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz globales Gewicht haben und Exporterfolge feiern. Das umfasst KMUs genauso wie Großkonzerne.</p>
<p><em><strong>Ist hier eine Tendenz zu einer vermehrten Spezialisierung zu erkennen? </strong></em></p>
<p>Wir freuen uns über die fortschreitende Spezialisierung. Unser Verlag ist ein Nischenanbieter. Wenn man flexibel kleinste Themen aufgreift, kann man in Marktritzen anständig Geld verdienen. Dafür haben wir Mitarbeiter, die bereit sind beispielsweise für eine maximale Zielgruppe von 300 Fachleuten aktiv zu sein. Elektronik und Digitaldruck helfen uns, diese Ziele kostenoptimiert zu erreichen.</p>
<p><em><strong>Für welche Zielgruppe? </strong></em></p>
<p>Unsere Produkte richten sich primär an Ingenieure, Techniker und das technische Management. Diese langjährige Fokussierung ist eine Stärke.</p>
<p><em><strong>Sie sind mit ihrem Programm sehr erfolgreich &#8230; </strong></em></p>
<p>Die angebotenen Medien und Services sind sowohl im Print- als auch im Non-Print-Bereich aktuelle und innovationsfördernde Qualitätsprodukte, die den Ansprüchen der relevanten Zielgruppen gerecht werden und Märkte aktiv begleiten. Beide Verlage müssen in den Schwerpunktbranchen bevorzugte Medienpartner sein. Dazu sind wir in Netzwerken und strategischen Allianzen mit Verbänden, Hochschulen und Unternehmen verbunden und pflegen die partnerschaftlichen Beziehungen.</p>
<p><em><strong>Welches Geschäftsmodell steckt dahinter? </strong></em></p>
<p>Der Kern unseres Geschäftsmodells basiert auf nutzergenerierten Inhalten, neudeutsch User Generated Content, den wir verfeinert über unsere Medien und Veranstaltungen in den Communitys verbreiten. Diese Funktion finanzieren wir vornehmlich durch Erlöse im Abo-, Anzeigen- und Sponsoringmarkt. Im Hochtechnologiebereich sind wir darauf angewiesen, dass die Zielgruppen aus eigenem Antrieb den besten Content dem Verlag zuliefern. Gleichzeitig können die Autoren als Leser, Veranstaltungsbesucher oder Werbetreibende agieren. Das werden sie nur tun, wenn sie sich davon einen ökonomischen Vorteil versprechen, gut informiert sind und gleichzeitig in ihrer Branche Anerkennung oder Kontakte bekommen. Die meisten unserer Zeitschriften haben hochkarätige Herausgeber, Beiräte und Fachredakteure. Das sind Insider und Experten aus der Wissenschaft und Praxis, die wir aktiv in die Blattentwicklung einbinden sowie den Magazinen emotional verbunden sind. Darüber hinaus sehen sie darin einen persönlichen Nutzen, wenn sie sich auf unseren Meetings mit Branchenkollegen treffen. Mir ist es ganz wichtig, dass unsere Redakteure Trendscouts, Motivatoren, Organisatoren Communitity- und Produkt-Manager sind.<br />
Zu unserem Erfolgsmodell gehört der Direktvertrieb auf CRM-Basis. Dabei denken wir im Sinne unserer durchqualifizierten Zielgruppen serviceorientiert und bieten auch Mitbewerbsprodukte an.</p>
<p><em><strong>Noch einmal zurück zur redaktionellen Qualität. Wie sichern Sie diese? </strong></em></p>
<p>Wir erhalten, wie gesagt, sehr gute Beiträge aus der Wissenschaft, von Verbänden und der Industrie. Für die Qualitätssicherung sorgt wiederum die Community, das heißt wir reichen die Artikel vor Veröffentlichung zur Begutachtung an ausgewiesene Fachleute weiter. Dieses Verfahren ist in der Wissenschaft üblich, bei den Autoren akzeptiert, bei den Lesern beliebt und vom Verlag mit überschaubarem Aufwand realisierbar. Zudem ist bei einigen Magazinen der Chefredakteur ein hochrangiger Experte aus der Wissenschaft und/oder Praxis.</p>
<p><em><strong>Das Nutzungsverhalten von Lesern und Usern ist einem ständigen Wandel unterworfen. Erwartungen ändern sich immer wieder. Wie gehen Sie damit um? </strong></em></p>
<p>Wer aus beruflichem Interesse Information aufnimmt, will das mit maximaler Effizienz tun. Am besten wäre ein Nürnberger Trichter. Das können wir noch nicht bieten. Aber wir können qualitativ vorselektieren und die wesentliche Information in die passende zugängliche Form bringen.</p>
<p>Unsere Kunden haben nicht zu wenig Information. Im Gegenteil, sie werden überhäuft und abgelenkt. Unsere Aufgabe ist es, für exquisiten User Generated Content zu sorgen. Dafür sind die Leser auch bereit zu zahlen. Ingenieure sind konservativer als man annehmen könnte. Papier spielt noch die primäre Rolle, was sich an guten Buchverkaufszahlen zeigt. Webseiten und HTML-Newsletter stehen teils im Ruf, Minderwertiges zu bieten. Wir steuern mit werbefinanzierten, elektronisch verteilten Qualitäts-ePapers im PDF-Format gegen. Und positionieren Print bewusst für die Entscheider im hochpreisigen Premiumsektor. Ein solches Premium-Druckerzeugnis muss auch ein haptisches Erlebnis sein. 2010 haben wir das erfolgreich in der Atomatisierungssparte umgesetzt.</p>
<p>Nach einem radikalen Relaunch wurde die Zeitschrift „atp edition“ in allen Belangen -inhaltlich, vom Layout und der Ausstattung her – hochwertig durchgestaltet und der Abopreis auf 490 Euro verdreifacht. Über 80 Prozent der Bezieher haben diese Preiserhöhung akzeptiert und es kommen erfreulicherweise Neuabonnenten hinzu. Das atp-Modell ist inspiriert vom Freemium-Konzept, das der WIRED-Chefredaktuer Chris Anderson ausführlich in seinem Buch „Free“ vorstellt. Freemium ist leider kein generelles Rettungskonzept für Print. Und ePapers bzw. eMags sichern Verlagen und ihren Anzeigenkunden keine Reichweite. Denn die größte Herausforderung liegt darin, elektronische Fachinfos unter Einhaltung von Datenschutzbestimmungen an die Zielgruppen zu bringen. Dazu haben wir uns einen reichen Erfahrungsschatz erarbeitet, der uns ein paar interessante, aber auch ernüchternde Resultate gebracht hat. Diese Arbeit muss stets aufs Neue auf den Prüfstand gebracht werden. Der Wandel des Nutzerverhaltens im digitalen Zeitalter hat erst begonnen.<span id="more-14651"></span></p>
<p><em><strong>Wie sieht bei Ihnen Kundenservice aus? </strong></em></p>
<p>Wie die meisten Fachverlage haben wir diverse Kunden- und Zielgruppen. Unser Fokus richtet sich auf den professionellen „Endverbraucher″, also den Ingenieur. Uns interessiert die Person, denn der Einzelne kann parallel oder zeitversetzt in den Rollen Leser, Autor und Werbeentscheider auftreten. Zudem hat jede Branche ihre Leitwölfe. Um zu punkten, müssen wir in sympathischer Weise Nähe herstellen. Das bedeutet aber nicht, dass wir rückratlos und servil die PR-Posaune blasen. Wir bieten seriöse Informationsplattformen für unterschiedliche Ideen, Verfahrensweisen und Meinungen. Die Beiträge kommen aus den Communitys – und nicht von angestellten Fachredakteuren.</p>
<p><em><strong>Wie bündeln Sie Ihr Know-how? Wem stellen sie es zur Verfügung?</strong></em></p>
<p>Unser Know-how liegt nicht in der Ingenieurtechnik, sondern im Kommunikationssektor. Das macht uns zu Ansprechpartnern der Hochschulen, Industrie und Verbände. Zunehmend, bedingt durch digitale Medien, tritt die Industrie mit PR-Aktivitäten auch in Konkurrenz zu uns. Oder wir kooperieren zum gegenseitigen Nutzen, zum Beispiel bei Veranstaltungen. Fakt ist, dass wir kontinuierlich Medien und Services zusammen mit den Kunden entwickeln. Das ist spannend und ertragreich. Wir sind kein Verlag. Unser Credo ist die Kommunikation, wir sind Medienhaus, Werbeagentur und Community-Organisator.</p>
<p><em><strong>Was sind Ihre längerfristigen Ziele?</strong></em></p>
<p>Im Zentrum der Aktivitäten steht die weitere Digitalisierung bzw. die elektronische Bereitstellung des Contents. Schon bald werden unsere Zielgruppen Print nicht mehr akzeptieren. Bei den Wissenschaftlern ist dieser Trend bereits erkennbar. Damit einher geht die weit reichende Neudefinition der Methoden. Aber unser Kerngeschäft, also die Gewinnung und Verbreitung von qualitativ hochwertigem User Generated Content, wird bestehen bleiben.</p>
<p>Das Gespräch führte <em><a href="http://fachmedien.net/author/birgitta-loehr/" target="_blank">Birgitta Loehr</a></em></p>
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