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Verlagsbranche zeigt Abkühlung bei Übernahmen

Eingestellt von Dr. Iris Schröder-Maiwald am 28.01.2010 08:58 kein Kommentar Drucker-Optimiert
Gelesen: 870 · heute: 2
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Aktuelle Studie „Transaktionsmonitor Verlagswesen 2009“
Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat im Jahr 2009 auch bei den M&A-Aktivitäten der Verlage deutliche Bremsspuren hinterlassen. Dies ergab eine Studie der auf die Verlagsbranche spezialisierten Unternehmensberatung Bartholomäus & Cie. aus Frankfurt.

Mit 213 Übernahmen und Beteiligungen deutscher Verlage wurden rund 18 Prozent weniger Deals verzeichnet als im Vorjahr. Die meisten Transaktionen zeigten erneut die Fachmedien (55, nach 58 im Vorjahr) und die Publikumsverlage (48, nach 54 im Vorjahr).
Auch das Gesamtvolumen der Transaktionen (gemessen am Umsatz der Kaufobjekte) ging gegenüber dem Vorjahr zurück und sank um 8 Prozent auf rund 4,2 Mrd. €. Den größten Anteil daran hatten wie schon im Vorjahr die Tageszeitungen (1,25 Mrd. €), gefolgt von den Fachmedien (1 Mrd. €)
Eine Reihe prominenter Transaktionen prägte das Geschehen 2009, darunter der Verkauf von Springer Science & Business Media, die Übernahme der Berliner Tageszeitungen von David Montgomery durch M. DuMont Schauberg oder die Rückkehr von Dieter von Holtzbrinck durch den Kauf des Handelsblatts, des Tagesspiegels und der „Zeit“ (50%) von seinem Halbbruder Stefan.

Investorenverhalten spürbar verändert
Die großen Verlagsgruppen setzten auch in schwierigem Umfeld ihre strategischen Vorhaben um, wenn auch mit geringerem Tempo, und dominierten mit großen Deals das Geschehen. Mittelständische Verlage – und damit das Gros der Unternehmen in dieser Branche – waren dagegen bei M&A-Investitionen spürbar vorsichtiger. Sie bevorzugten deutlich kleinere Deals und machten wieder mehr Objekt- und Programmkäufe, die mit weniger Risiken verbunden sind. Außerdem fuhren sie ihre Investitionen in digitale Geschäftsmodelle und im Ausland zurück. Die Übernahmen deutscher Verlage auf ausländischen Märkten sanken um mehr als 50 Prozent.

Schwieriges M&A-Klima
Das M&A-Klima in der Verlagsbranche, das etwa Mitte 2008 seinen Höhepunkt erreicht hatte, kühlte sich damit im Jahr 2009 spürbar ab. Davon waren alle Marktsegmente und alle Medienformate gleichermaßen betroffen. Das schwierige konjunkturelle Umfeld, rückläufige Ertragskraft und sinkendes Käuferinteresse ließen auch die Unternehmenspreise sinken. Eine Reihe von M&A-Vorhaben wurde 2009 nicht abgeschlossen, weil die Preiserwartungen der Verkäufer nicht erfüllt wurden.
Bisher gibt es noch keine Signale, die für das Jahr 2010 eine spürbare Verbesserung des M&A-Klimas erwarten lassen.

Die Studie „Transaktionsmonitor Verlagswesen 2009“ erscheint am 28. Januar 2010. Sie enthält eine detaillierte Dokumentation aller 213 registrierten Transaktionen und ist gegen eine Schutzgebühr von 249 € (PDF-Version) bzw. 299 € (Print-Version) erhältlich über www.ba-cie.de

Quelle: Bartholomäus & Cie. per Mail

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Schlagworte: Fachverlag, Transaktionen, Transaktionsmonitor, Übernahmen, Verlag

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