Medienhäuser finden mit Google ihr neues Feindbild
(05.08.2009 -vum) Wie Horizont berichtet, beschwert sich nach VDZ und DJV nun WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach im “Focus”-Interview über Google und dessen Erlöse aus der Vermittlung “unser aller Wissen und Leistung”.
Sicherlich wäre auch er einem “Fair Share” nicht abgeneigt, wie ihn kürzlich erst Hubert Burda von dem Suchmaschinengiganten eingefordert hat – und vergisst dabei, dass die Verlage selbst in großem Umfang von den kostenlosen Leistungen profitieren und ihre Redakteure inzwischen einen Großteil der Arbeitszeit mit der Google-Recherche verbringen. Ob solche Zusatzeinnahmen die kränkelnden Branchenriesen retten würden, ist ohnehin fraglich. Die sollten ihre Zeit besser mit der Entwicklung tragfähiger Erfolgsmodelle für das Online-Geschäft verbringen. In der Hinsicht sind ihnen etliche kleine Verlage mit interessanten Nischenstrategien nämlich schon weit voraus.
Mehr: horizont.net, netzwertig.com: “Die kommende Fragmentierung der Medienbranche”
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Die “Financial Times” macht nun vor, wie es richtig geht. Meedia.de berichtet über das Interview mit FT-Chefredakteur Lionel Barber, der stolz auf 117.000 zahlende Abonnenten seines online-Angebotes verweist:
“FT”: “Höchste Zeit für Paid Content”
(und das Interessante daran ist, dass Google offenbar nicht mitverdienen kann)